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Das Thema Sicherheit bleibt also insbesondere bei der Lithium-Ionen-Technik auf der Agenda. „Für die Zukunft ist mit Vorschriften und Standards für Lithium-Ionen-Batterien zu rechnen, speziell für die Verwendung und Einhaltung von Sicherheitsvorschriften“, erwartet Lenck. Daneben geht er davon aus, dass der Preis der Batteriezellen weiter sinken wird und die Batterien durch die technischen Weiterentwicklung höhere Energiedichten aufweisen werden.
„Industrielle Kunden fragen vermehrt Plug-and-Play-Lösungen mit einfachen und sicheren Handhabungen nach“, ergänzt Möllenhoff. „Wir werden unsere Energiespeicher schrittweise weiterentwickeln und Performance und Kosten weiter optimieren“ kündigt er zudem an. Durch den Einsatz von flexibler und anwendungsorientierter Leistungselektronik könne Gildemeister eine große Bandbreite von kundenspezifischen Wünschen und Einsatzmöglichkeiten abdecken. Die Einbindung der Speicher zusammen mit Photovoltaik- und Winderzeugungsanlagen im industriellen Umfeld fordere auch auf der Systemebene eine ganzheitliche Lösung.
Großspeicher fungieren vermehrt als unterbrechungsfreie Stromversorgung
Neue Einsatzgebiete erwartet Macary: „Die Speicher werden zunehmend in ein intelligentes Gebäudemanagementsystem eingebunden werden und so zur Energieoptimierung der Fertigungsprozesse beitragen. So können die Produktionskosten und der CO2-Ausstoß nachhaltig gesenkt werden. Großspeicher werden vermehrt als unterbrechungsfreie Stromversorgung fungieren.“ Entsprechend optimistisch ist er für diesen Markt: „Die Nachfrage wird insbesondere in Ländern mit einer unzureichenden Versorgungsqualität und mit hohen Strompreisen stark ansteigen. „Grüne Autonomie“ wird zum industriellen Wettbewerbsvorteil werden“, ist der Siemens-Manager überzeugt.
Höhere Strompreise machen Speicher für die Industrie interessant
Ähnlich sieht es auch Bußar: „Steigende Strompreise auch für Industrie- und Großkunden können dazu führen, dass erneuerbare Energien auch für Kunden aus dem Industriebereich attraktiv werden. Solarfelder auf geeignetem Grund erlauben Stromgestehungskosten unter 0,15 Euro/kWh und damit einen zukünftig attraktiven Preis. Batteriespeicher haben das Potenzial, im Rahmen eines Energiemanagements die Lastspitzen einer Industrieanlage zu minimieren.“ Hierzu seien sehr hohe Leistungen pro installierte Kapazität nötig, um die Investitionskosten möglichst gering zu gestalten. Solche Energiespeicher können die Kosten für Leistungspreise basierend auf Leistungsspitzen senken. „Es ist zu erwarten, dass zukünftig kleine Speicher mit hoher Leistung in ein kostenoptimierendes Energiemanagement integriert werden“, sagt der Exide-Experte.
Immer mehr Kunden wollen ganzheitliche Energiekonzepte aus einer Hand haben
Am weitesten von allen befragten Anbietern will Hoppecke gehen. Bereits jetzt bietet das Unternehmen an, die Daten, die von den Batteriemonitoringsystemen ausgelesen werden, zentral auszuwerten. „Im Fall eines Störfalls alarmiert das Überwachungssystem die Experten im Hoppecke-Servicecenter. Die Daten werden ausgewertet und die Maßnahmen eingeleitet“, berichtet Haubrock. Künftig setzt das Unternehmen noch stärker auf Dienstleistungen: „Eine Entwicklung, die immer deutlicher wird, geht in die Richtung, dass immer mehr Kunden ganzheitliche Energiekonzepte aus einer Hand haben möchten.
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