Energiespeicherung

Stromspeicher durchdringen immer mehr die Industrie

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Das Design bei Bleibatterien berücksichtige ebenfalls Sicherheitsaspekte. So seien bei den Baureihen verschlossener Bauart Sicherheitsventile und Rückzündungsschutz integriert. Nassbatterien könnten zum Beispiel mit Aquagen- Rekombinationssystemen ausgestattet werden, um die technisch bedingt entstandenen Wasserstoff- und Sauerstoffgase zu Wasser zu rekombinieren. Damit werde das Risiko einer Knallgasexplosion deutlich reduziert und die Aufwände zum Wassernachfüllen würden außerdem erheblich gesenkt. Darüber hinaus verwendet Hoppecke nach Angaben von Haubrock ausschließlich kunststoffummantelte Verbindertechnik für sichere Montage und dauerhaften Berührungsschutz während des Betriebs.

Zentrales Monitoringsystem kann Anlagenbetreiber rechtzeitig warnen

Für Bleibatterien und –systeme, biete das Unternehmen ebenfalls Monitoring-Systeme an. Die Zellen beziehungsweise Blöcke würden mit Sensoren ausgestattet, die Parameter wie Temperatur, Innenwiderstand, Spannung, Strangstrom oder Knallgaskonzentration registrieren. „Die Daten werden im zentralen Webmanager analysiert, gegebenenfalls werden Alarmmeldungen als E-Mail oder per SMS an den Betreiber der Anlage gesendet. Durch den Einsatz eines Batterie-Monitoring-Systems können Ausfälle vorzeitig erkannt werden; die Planung erforderlicher Service-Aktivitäten und Präventivmaßnahmen wird erleichtert“, sagt Haubrock.

Auch bei Akasol wird auf Sicherheit viel Wert gelegt „Das Sicherheitskonzept besteht aus einer passiven und einer aktiven Sicherheit. Bei der passiven Sicherheit haben wir bei der Batteriechemie spezielle Zusatzstoffe um das Temperaturverhalten und die chemische Reaktion in der Batterie zu beeinflussen. Ferner ist der innere Aufbau der Batterie so gestaltet das ein thermische Durchgehen vermieden wird. Als aktive Sicherheit haben wir unser eigenes Batteriemanagementsystem entwickelt mit der Einzelüberwachung aller Batteriezellen“, berichtet Lenk.

Siestorage-Module lassen sich gefahrlos einzeln ziehen und stecken

Das Batteriemanagementsystem überwache unter anderem den Ladestrom, die maximale Ladespannung, die minimale Entladespannung und die Temperatur der Batteriezellen. „Die modularen Siestorage-Energiespeicher bieten ein Höchstmaß an Sicherheit in allen Belangen – das belegen Prüfungen eines unabhängigen Prüfinstituts“, erklärt auch Macary.

Auch die Sicherheit der Personen, die mit Siestorage arbeiten, werde durch die maximale Spannung von weniger als 60 V DC beim Handling einzelner Batteriemodule gewährleistet. Die Module ließen sich gefahrlos einzeln ziehen und stecken. Gefährliche Gleichspannungen blieben ansonsten unzugänglich innerhalb des Batterieschrankes. Aufgrund der AC-seitigen Parallelschaltung müssten die Schränke batterieseitig nicht miteinander synchronisiert werden.

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