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Finanzierung

Supply Chains fit für die Kreditklemme machen

| Autor / Redakteur: Robert Weber / Robert Weber

Der Flugzeugbauer Airbus macht sich vor allem um seine kleinen Zulieferer Sorgen. Streikt ein wichtiges Unternehmen, kann die Produktion der Jets stillstehen. (Bild: Airbus/P. Masdet)
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Der Flugzeugbauer Airbus macht sich vor allem um seine kleinen Zulieferer Sorgen. Streikt ein wichtiges Unternehmen, kann die Produktion der Jets stillstehen. (Bild: Airbus/P. Masdet)

Mittelständler scheuen sich noch vor neuen Finanzierungsmodellen. Doch die Eurokrise fordert ein Umdenken, denn den Banken fehlt das Geld. Finetrading ist ein Instrument, um die Wertschöpfungskette effizienter zu gestalten und mehr Umsatz zu generieren. Doch das Finanzierungsinstrument passt nicht überall.

Erst die Banken, dann die Staaten, jetzt wieder die Banken und am Ende die Unternehmen? Die Spirale der Finanz-, Subprime- und Währungskrise dreht sich immer schneller. Einige Experten rechnen damit, dass die Eurokrise auch die Realwirtschaft in Deutschland erheblich trifft. Denn die Finanzinstitute müssen ihre Eigenkapitalstrukturen anpassen und vertrauen sich untereinander nicht mehr.

Mögliche Kreditklemme bedroht komplette Supply Chains

Ein Grund: Den Bankenstresstest werden wohl nicht alle Geldhäuser unbeschadet überstehen. Die Angst vorm Durchfallen ist groß und am Ende will niemand als begossener Pudel darstehen, der dem klammen Wettbewerber noch Geld geliehen hat. Der Internbankenhandel kommt nahezu zum Erliegen.

Deshalb könnten in naher Zukunft die Kreditlinien zusammengestrichen werden. Das trifft die Supply Chains der Unternehmen. Betroffen davon sind große und kleine Unternehmen, Zulieferer und OEM.

Airbus besorgt um Finanzierungen seiner Zulieferer

Der europäische Flugzeugbauer Airbus beispielsweise ist mit Blick auf seine kleinen Zulieferer besorgt über die Kreditbewilligungen der Banken. „Die momentane Kreditvergabepraxis der Banken ist bedenklich“, sagte Airbus-Chef Thomas Enders der Börsen-Zeitung. Einige Banken scheuten Flugzeugfinanzierungen, doch viele kleine Zulieferer seien finanziell nicht so robust aufgestellt. „Der Ausfall nur eines von ihnen kann Einfluss auf unsere ganze Produktionslinie haben“, erklärt Enders.

Airbus will daher „neue Finanzierungsquellen“ erschließen. Dabei hat die EADS-Tochter vor allem die Kapitalmärkte in China und Japan im Blick. Das kann Airbus leisten, aber der Mittelständler wird vergeblich nach Finanzierungsquellen in China oder Japan suchen.

Bertelsmann, Otto und General Electric bieten Finanzierungen für Mittelständler

Er sollte sich an Bertelsmann, Otto und General Electric halten. Die einen machen in Medien, die anderen in Versandhandel und die Amerikaner unter anderem in Megawatt. So die landläufige Meinung. Was sollte das einem Maschinenbauunternehmen bringen? Doch alle drei könnten auch den Mittelständler von nebenan finanzieren, denn die drei Konzerne gehören neben einigen Banken zu den wichtigsten Anbietern alternativer Finanzierungsinstrumente in Deutschland.

Die Otto Group hat sich mit ihrem Finanzdienstleister WCF auf Finetrading spezialisiert. Finetrading? Das klingt für den Laien nach Börsentreiben, Anleihen oder gar Derivaten. Doch Finetrader tummeln sich nicht auf dem Frankfurter Parkett, viel eher findet man sie in Produktions- oder Lagerhallen mittelständischer Firmen. Denn hinter dem englischen Begriff verbirgt sich eine neuartige Unternehmensfinanzierung, die dem Factoring, dem Forderungsverkauf, nahesteht und in Deutschland immer mehr Anhänger findet.

Ergänzendes zum Thema
 
Fragen und Antworten zum Finetrading

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