Musk murrt Tesla-Gewinne schrupfen und die Kosten steigen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Tesla kommt beim großen Plan von Elon Musk, auf Roboter und selbstfahrende Robotaxis zu setzen, offenbar langsamer voran als angekündigt ...

Bei Tesla läuft es nicht ganz so rund, wie die neuesten Zahlen verraten. Außerdem hakelt es beim humanoiden Roboter Optimus und beim Robotaxi Cybercab ...(Bild:  AP)
Bei Tesla läuft es nicht ganz so rund, wie die neuesten Zahlen verraten. Außerdem hakelt es beim humanoiden Roboter Optimus und beim Robotaxi Cybercab ...
(Bild: AP)

Tesla spricht, wie manche registrieren, nun nicht mehr von einer Serienproduktion der Roboter mit dem Namen Optimus und des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab (ohne Lenkrad und Pedale), die noch in diesem Jahr starten sollte. Stattdessen ließ sich Musk vor Analysten darüber aus, wie komplex die Entwicklung eines humanoiden Roboters ist. Die Produktion werde deshalb nur langsam anlaufen können. Tesla versichert zwar, dass etwa die Einführung der fahrerlosen Robotaxis gut läuft, doch rund ein Jahr nach dem Start gibt es keine offiziellen Angaben zur Größe der Flotte in mehreren US-Städten oder dazu, wie viele Fahrgäste befördert wurden. Zugleich verbuchte Tesla im vergangenen Quartal (bei steigenden Ausgaben für die neuen Projekte) einen niedrigeren Gewinn, wie es weiter heißt. Die Kapitalinvestitionen würden auch in den nächsten zwei oder drei Jahren weiter wachsen, wie der Tesla-Finanzchef Vaibhav Taneja anmerkte. In diesem Jahr sollen sie auf rund 26 Milliarden Dollar kommen.

Der Tesla-Quartalsgewinn schrumpfe um fünf Prozent

Tesla hatte die zwei vergangenen Jahre bekanntlich mit Absatzrückgängen abgeschlossen. Zuletzt wuchsen die Auslieferungen im zweiten Quartal jedoch im Jahresvergleich überraschend stark – um rund ein Viertel (auf 480.126 Fahrzeuge). Parallel stieg auch der Umsatz um 26 Prozent (auf knapp 28,24 Milliarden Dollar = 24,75 Milliarden Euro). Beim bereinigten Ergebnis pro Aktie verfehlte Tesla aber die Wall-Street-Erwartungen haushoch, wie es heißt. Der Quartalsgewinn sank um fünf Prozent (auf gut 1,11 Milliarden Dollar). Der Rückgang dürfte unter anderem eine Folge von Rabatten im wichtigen Heimatmarkt USA gewesen sein. Zugleich nahm Tesla die lukrativeren teureren Modelle S und X aus dem Programm, um Platz für die Optimus-Produktion im kalifornischen Stammwerk Fremont zu schaffen. Zudem fielen die Erlöse aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten von 380 noch vor einem Vierteljahr, auf jetzt 146 Millionen Dollar. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um rund vier Prozent.

Gerüchte über Zusammenschluss von Spacex und Tesla

Dann wird auch noch darüber spekuliert, ob es einen möglichen Zusammenschluss von Tesla mit seiner Raumfahrtfirma Spacex geben könnte. Das Gerücht schaffte Musk unterdessen auch nicht wirklich aus der Welt. Er sprach bei einer Telefonkonferenz von Überschneidungen zwischen den Unternehmen. Auch macht er dabei klar, dass man in einer solchen Konferenz zu Quartalszahlen nicht über eine Zusammenlegung von Firmen reden kann. Das müsse mit einem angemessenen Verfahren gemacht werden. Danach übergab er das Wort an Chefjustiziar Brandon Ehrhart, der noch einmal gemeinsame Projekte wie den Bau einer Chipfabrik mit dem Namen Terafab hervorhob.

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