Es dreht sich weiter Totgesagte leben länger – Bohrfutter-Boom bei Röhm

Redakteur: Peter Königsreuther

Seit rund 100 Jahren entwickelt und baut die Röhm GmbH Bohrfutter. Und genau dieses Ur-Know-how sorgt in Zeiten abflauender Corona-Stürme für weiteren Aufschwung.

Firmen zum Thema

Der Röhm-Geschäftsführer Gerhard Glanz kann jetzt sagen, dass das für seine Spann- und Greiftechnik bekannte Unternehmen, ganz gut aus der Corona-Krise gekommen ist. Die Geschäfte ziehen auch wieder an.
Der Röhm-Geschäftsführer Gerhard Glanz kann jetzt sagen, dass das für seine Spann- und Greiftechnik bekannte Unternehmen, ganz gut aus der Corona-Krise gekommen ist. Die Geschäfte ziehen auch wieder an.
(Bild: Röhm)

Die Röhm-Bilanz für 2020 offenbart einen Gewinn von rund 4 Prozent für den Greif- und Spannmittelhersteller. Trotz, wie es weiter heißt, kräftiger Umsatzverluste wegen der Dieselgate-Automobilkrise und den Corona-Unbilden, wurde das geschafft, betont der Geschäftsführer Gerhard Glanz. Röhm setze sich, was die Bohrfutter betrifft, auch wieder gegen die scharfe Konkurrenz aus Fernost durch. Es zahle sich nun aus, dass Röhm in den letzten Jahren über 6 Millionen Euro in diesen Geschäftsbereich investiert habe.

Raus aus der Kurzarbeit und Neueinstellungen

Wie Glanz anmerkt, fahren die Sontheimer Spezialisten ihre Bohrfutterproduktion jetzt auf 21 Wochenschichten hoch. Das bedeute eine Steigerung der Jahresmenge um etwa 30 Prozent. Glanz ist sich sicher, dass viele bemerkt haben, dass es sich lohnt, wenn man ein paar Euro mehr ausgibt und dafür Produkte „Made in Germany“ nutzen kann. Die Auftragsbücher sind also voll, Tendez steigend.

Deshalb sucht das Unternehmen auch insgesamt 24 Mitarbeiter. Unter anderem Zerspanungstechniker, Industriemechaniker, Logistikfachleute und Mitarbeiter für die hauseigene Härterei. Im Juli, prognostiziert Glanz, wird auch der letzte Unternehmensbereich wieder voll arbeiten können.

(ID:47468756)