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3D-Kunststoffdruck Ultimaker eröffnet Datenbank mit Printprofilen

| Redakteur: Simone Käfer

Ultimaker hat auf der Formnext 2018 die Verfügbarkeit der ersten Materialdruckprofile führender Werkstoffproduzenten in der Software Cura 3.6 angekündigt.

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Auf der Formnext präsentierten sich die ersten Partner von Ultimaker. Gemeinsam erstellten sie die Printprofile der Werkstoffe.
Auf der Formnext präsentierten sich die ersten Partner von Ultimaker. Gemeinsam erstellten sie die Printprofile der Werkstoffe.
(Bild: Ultimaker)

Das niederländische Unternehmen hält seine Desktopdrucker offen, damit Anwender Filamente unterschiedlicher Hersteller nutzen können. Mit dem jüngsten Druckermodell, dem S5, in Kombination mit dem Printcore CC Red 0.6 können auch Verbundwerkstoffen und abrasive Materialien gedruckt werden. Um das Arbeiten mit unterschiedlichen Filamenten zu erleichtern und zu verbessern, bietet die aktuelle Version der kostenlosen Software Cura 3.6 auf ihrem Marketplace Anwendern vorkonfigurierte Druckprofile. Mit den für Ultimaker 3D-Drucker optimierten Materialprofilen entfällt die manuelle Eingabe von Parametern vor dem Druck, erklärt das niederländische Unternehmen.

Die vorkonfigurierte Materialdruckprofile in Ultimaker Cura 3.6:

  • BASF: PP GF30 ist für den industriellen Einsatz der 3D-Druckteile geeignet, die eine hohe Chemikalienbeständigkeit erfordern, wie bei Rohrsystemen oder im Motorraum von Fahrzeugen. PET CF ist ein einfach zu verarbeitendes, glasfaserverstärktes Material und eignet sich für leichte, belastbare und steife Teile, die eine hohe Stoßfestigkeit erfordern.
  • Clariant: Das durch Exolit schwer entflammbare PA6/66 sowie schwer entflammbares PA6/66 Filament mit 20 % Glasfaseranteil und Exolit, eignen sich für Teile, die Schwerentflammbarkeit und gute mechanische Eigenschaften erfordern, wie Schaltanlagen, elektronische Gehäuse oder elektronische Bauteile und Automobilkomponenten. PET-G zeichnet sich durch die hohe Zähigkeit, chemische Beständigkeit und gute Hitzebeständigkeit aus und soll 3D-Drucke leistungsstark machen.
  • SM: Novamid ID1030 CF10, PA6/66, verstärkt mit Kohlefasern, erzeugt Druckteile mit hoher Festigkeit, Zähigkeit und Stabilität, gleichwertig dem einfachen und schnellen Druck bei unverstärkten Kunststoffen. Arnitel ID2060 HT ist ein leistungsstarker thermoplastischer Copolyester (TPC) und bietet eine ausgezeichnete Kombination von hoher Wärmebeständigkeit und Chemikalienbeständigkeit, Arnitel ID2045 ist ein hochflexibler thermoplastischer Copolyester (TPC), der in einer Vielzahl von Bereichen – von der Schuhzwischensohle bis zur Elektronik – Anwendung findet.
  • DuPont: Zytel 3D1000FL, ein unverstärktes Polyamid mit geringem Verzug, sowie Hytrel 3D41000FL, ein Polyesterelastomer mit einem Shore D von 60 und ähnlichen Eigenschaften in X-, Y-, Z-Richtung, sind für Industrie-, Automobil- und Konsumgüterbereiche geeignet.
  • Owens Corning: Glasfaserverstärktes Polypropylen (XSTRAND GF-30 PP) und Polyamid 6 (XSTRAND GF-30 PA6) ermöglichen Anwendungen für Teile, die eine hohe Festigkeit und Langlebigkeit erfordern und in extremen Temperaturumgebung im Außen- oder Innenbereich eingesetzt werden.

„Das ist nur der Anfang“, so Paul Heiden, Senior Vice President Product Management bei Ultimaker. „Seit dem Start unseres Kooperationsprogramms im Frühjahr 2018 haben uns mehr als 60 Unternehmen kontaktiert, um neue und bestehende Materialien für Ultimaker 3D-Drucker tauglich zu machen.” So sollen demnächst Materialprofile unter anderem von Arkema, Colorfabb, Elogio-AM, Eastman, Henkel, Igus, Matterhackers und Polymaker in Ultimaker Cura 3.6 verfügbar sein.Fachkräfte, die Verbund-, hitzebeständige-, ESD- oder transparente Materialien benötigen, könnten nun die geeigneten Druckprofile aus einem neuentstehenden Markt für Werkstoffe auswählen, erklärt Heiden weiter.

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