Usetec 2015

Usetec-Comeback in Karlsruhe – Besucher rundum zufrieden

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Die European Association of Machine Tool Merchants (EAMTM) bestätigte die positive Stimmung unter den Ausstellern. „Unsere Mitgliedsfirmen hatten sehr gute Besucher an ihren Ständen“, betonte EAMTM-Präsident Ton Matena. „Das waren alles Kunden, die Maschinen gesucht haben.“ Viele Händler hätten Geschäfte gemacht, übrigens auch Matena selbst, der mit seinem niederländischen Unternehmen Mamach ausstellte. „Ich habe drei Bearbeitungszentren an einen indischen Händlerkollegen verkauft und ein weiteres Bearbeitungszentrum an einen deutschen Endanwender.“

Hoher Auslandsanteil bei Usetec-Besuchern

Das Markenzeichen der Usetec ist weiterhin ihre hohe Internationalität. Über zwei Drittel der Einkäufer reisten aus dem Ausland an, 37 % davon aus Europa. 63 % kamen aus außereuropäischen Regionen wie Afrika (26 %), dem Nahen/Mittleren Osten (20 %), Süd-, Ost- und Zentralasien (16 %).

Viele ausländische Einkäufer nahmen im Rahmen ihrer Geschäftsreise nach Deutschland gleich an zwei Messen teil. Sie besuchten die Usetec in Karlsruhe und die zeitgleich stattfindende weltgrößte Industrieschau Hannover-Messe. Auch eine 20-köpfige Delegation aus Ghana kam erst zur Usetec, um dann einen Tag später weiter nach Hannover zu fahren. „Die Teilnehmer sind alle in der Privatwirtschaft tätig“, sagt Patrick Martens von der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana, der die Reise organisiert hat. „Es handelte sich um Vertreter unterschiedlicher Branchen wie Druck, Catering und Energie.“ Innerhalb der Gruppe war auch das mit Abstand größte nationale Unternehmenskonglomerat aus der Abfallwirtschaft repräsentiert, die Jospong Group.

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Robuste Technik in Afrika gefragt

Afrika sieht der Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin auf dem richtigen Weg. „Die Nachfrage von dort nimmt zu“, beobachtet Gregor Wolf. „Wenn auch ausgehend von einem niedrigeren Niveau“, so der BDEx-Geschäftsführer. Er begründet den Aufschwung mit Wirtschaftsreformen und verweist exemplarisch auf Subsahara-Länder wie Kenia oder Äthiopien. Allerdings besteht in Deutschland häufig noch ein falsches Afrikabild: „Viele Firmen trauen der Sache nicht“, sagt Wolf. „Zudem scheuen deutsche Unternehmer traditionell das Risiko.“

Dabei seien die Chancen gerade auch für Anbieter von Gebrauchtmaschinen sehr gut. Neue Maschinen könnten vor Ort oft nicht bedient werden und entsprächen auch vielfach nicht dem wirklichen Bedarf. „Benötigt werden robuste Maschinen, die unter schwierigsten Bedingungen funktionieren“, weiß Gregor Wolf. „Wichtiger als Hightech ist da beispielsweise eine eigene Stromversorgung, da das Netz nicht immer und überall funktioniert.“

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