Usetec 2015

Usetec-Comeback in Karlsruhe – Besucher rundum zufrieden

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Das sieht Manfred Stein von WST Stein Werkzeugmaschinen aus St. Ingbert genauso. „In Karlsruhe ist das Messeumfeld freundlicher und stressfreier“, hat er festgestellt. „Sowohl während des Aufbaus und genauso während der Messe – etwa bei der An- und Abfahrt.“ Die Usetec hat die Erwartungen des saarländischen Ausstellers übertroffen.

Wermutstropfen: geringere Zahl russischer Einkäufer auf der Usetec

„Wir haben dieses Jahr viel Kleinteiliges verkauft“, bilanziert WST-Gesellschafter Manfred Stein. „Und außerdem eine Fräsmaschine, bei der wir fest mit der offiziellen Bestellung rechnen.“ Einziger Wermutstropfen war die geringere Zahl russischer Einkäufer, was der Anbieter neuer und gebrauchter Werkzeugmaschinen auf die gegenwärtige politische Lage zurückführt.

Generell läuft die Konjunktur für Gebrauchtmaschinen derzeit recht gut. „Wir haben drei Jahre in Folge unsere Umsätze gesteigert“, berichtet Thomas Spaltenberger. „Es sieht so aus, dass wir 2015 die Erlöszahlen nochmals toppen können“, prognostiziert der geschäftsführende Gesellschafter von S+B-Maschinenhandel. Der Usetec-Aussteller aus Karlsbad-Ittersbach hat junge Fräs- und Drehmaschinen im Angebot. „Ab Baujahr 2005 aufwärts“, beschreibt Spaltenberger. „Alles, was einen Bildschirm hat und CNC-gesteuert wird.“ Dabei handelt es sich um Maschinen, die schnell und zuverlässig arbeiten.

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Die Abnehmer stammen zur Hälfte aus Deutschland. Etwa 30 % gehen ins europäische Ausland und die übrigen 20 % in Länder wie die Türkei oder Indien. Auf der Usetec hatte S+B vor allem ausländische Kunden im Visier. Eine Delegation aus Russland wurde am ersten Messetag per Shuttle in das 20 Minuten entfernte Lager gefahren – genauso wie Kunden aus Indien, Italien und Uruguay. Am Firmensitz können sie ein umfassendes Angebot begutachten.

Schwächerer Euro wirkt als Konjunkturprogramm

Auch andere Usetec-Aussteller bestätigen die positive Entwicklung auf dem Gebrauchtmaschinenmarkt. „Derzeit laufen die Geschäfte in der Tat ganz gut“, sagt Alois Feldker. „Es gibt einige Leute, die kein Geld für eine Neumaschine haben“, begründet der Geschäftsführer von Heinz Sanders Maschinen-Werkzeuge Schweißtechnik aus dem niedersächsischen Papenburg. „Ein weiterer Aspekt ist die Frage der Auslastung, denn neue Maschinen sind oft nur im Mehrschichtbetrieb rentabel.“

Die aktuell gute Nachfrage nach gebrauchten Metallbearbeitungsmaschinen hat allerdings auch eine Kehrseite. „Junge Gebrauchtmaschinen mit dem Baujahr 2010 aufwärts sind schwer zu kriegen und schnell vergriffen“, stellt Alois Feldker fest.

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