Hybridgarnverarbeitung

Verzicht auf Organobleche erhöht Fertigungseffizienz

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Zur Fertigung der Preform erfolgt zunächst der Zuschnitt einer Lage mittels Plasmastrahl und deren Positionierung auf dem Arbeitstisch durch ein Greifersystem. Beide Prozessschritte erfolgen unter Berücksichtigung des Faserwinkels.

Plasmastrahlschneiden sorgt für niedrigere Betriebskosten

Anschließend stellt der Textilabzug neuen Stoff bereit. Sind alle Lagen geschnitten und gestapelt, wird die Preform durch Ultraschallpunktschweißen fixiert, um sie für den Transport sowie eine eventuelle Zwischenlagerung zu sichern und die Handhabbarkeit mit dem Sauggreifer zu ermöglichen.

Das neuartige Verfahren des indirekten Plasmastrahlschneidens erlaubt das thermische Trennen elektrisch nichtleitender Materialien mit Schmelzpunkt. Es hat Vorteile im Vergleich zu mechanischen Trennverfahren – wegen der hohen Verschleißfestigkeit des Brenners sowie des Verschmelzens der Schnittkanten, was eine Flusenbildung verhindert.

Weiterhin arbeitet das Verfahren – im Gegensatz zum Laserstrahlschneiden – auch bei Materialien mit hohem Reflexionsgrad energieeffizient. Aufgrund der niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten eignet sich das indirekte Plasmastrahlschneiden besonders für kleine und mittlere Bauteilserien.

Zur Handhabung der zugeschnittenen, luftdurchlässigen Einzellagen, Verstärkungspatches sowie der Preform wurde nach Evaluierung verschiedener Greifprinzipien ein Vakuumsauggreifersystem mit hohem Volumenstrom ausgewählt. Die Regelbarkeit des Volumenstroms ermöglicht eine einfache Anpassung an unterschiedliche Halbzeuge sowie eine energieeffiziente Prozessgestaltung.

Ultraschallpunktschweißen ist besser als andere Fixierverfahren

Im Vergleich zu alternativen Fixierverfahren zeichnet sich das ausgewählte Ultraschallpunktschweißen durch eine sehr kurze Prozesszeit, eine saubere, wartungsfreie Technologie mit geringem gerätetechnischem Aufwand sowie eine in Bezug auf die Fertigteilqualität vernachlässigbare Faserschädigung aus.

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