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Im Rahmen der Fertigungsautomatisierung wurde außerdem ein Schneidrost entwickelt, der den Anforderungen des Plasmaschneidens hinsichtlich der Wärme- und Gasableitung entspricht. Somit kann das als Rollenware vorliegende Halbzeug direkt verarbeitet werden. Dazu wird das Textil zunächst mit gummierten Walzen von der Rolle abgezogen und auf den Rost aufgelegt. Anschließend erfolgt der Transport durch die umlaufende Bewegung des Rostes selbst.
Umformen und Konsolidieren der Preform in variothermem Pressformverfahren
Nachdem der Plasmabrenner eine Lage zugeschnitten und das Greifersystem den Zuschnitt vom Rost genommen hat, wird der Verschnitt abtransportiert. Die Integration des Antriebes in die übergeordnete Maschinensteuerung erlaubt ein gleichzeitiges Abziehen und Schneiden des textilen Gewebes. Weiterhin sind ein Gasabzug zur Absaugung der Schneidemissionen sowie ein Arbeitstisch zum Aufbau der Preform in die Anlage integriert.
Das Umformen und Konsolidieren der Preform zum Fertigteil erfolgt in einem variothermen Pressformverfahren: Die Preform wird erwärmt und unter Druck geformt. Das heißt: Die wesentliche Werkzeuganforderung besteht in der Temperierung, die über integrierte elektrische Rohrheizkörper und eine Wasserkühlung erfolgt.
Optimiertes Presswerkzeug durch lamellierten Aufbau
Um den Zeit-, Material- und Energieaufwand bei der Werkzeugfertigung und -nutzung zu minimieren, wurde ein lamellierter Werkzeugaufbau (Melato-Prinzip) gewählt. Das mediendichte Fügen der Stahlblechlamellen und der Rohrheizkörper, das aufgrund der Wasserkühlung erforderlich ist, erfolgt im Tauchlötverfahren mit zinkbasierten Loten in einer industriellen Hochtemperaturverzinkungsanlage.
Für die Finishbearbeitung kommt – wie üblich – das Feinstfräsen mit anteiligem Schleifen und Polieren zur Anwendung. Insbesondere aufgrund der erzielten Werkzeugmasse-Wärmeenergie-Verhältnisse bietet das Gesamtwerkzeug einen sehr guten Ansatz für einen ressourcensparenden Werkzeugbau- und Werkzeugeinsatz.
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