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Der Bereich der Lasteinleitung wird in Form einer Mulde ausgebildet. Die Bauteildicke beträgt 3 mm, wozu sechs Lagen des HGTT-Ausgangsmaterials benötigt werden. Im Bereich der Lasteinleitung wird die Bauteildicke in zwei Stufen auf 6 mm erhöht. Für das so gestaltete Demonstratorbauteil wurde ein angepasster Lagenaufbau ermittelt.
Scherkennwerte des Verstärkungsmaterials gehen Verformungssimulation ein
Hierbei stellte sich heraus, dass bei einem quasiisotropen Aufbau mit um 30° zueinander versetzten Einzellagen sowohl die geringste Verformung des Gesamtbauteils als auch die geringste Beanspruchung der Einzelschichten für die vorgegebene Lastsituation erreicht wird.
Kennzeichnend für das eingesetzte Gewebe in Köper-2/2-Bindung ist ein kritischer Schwerwinkel von 35°. Damit ist trotz komplexer Bauteilgeometrie ein faltenfreies Drapieren beim Pressvorgang möglich. Die Scherkennwerte des Verstärkungsmaterials bilden die Eingangsdaten für die Verformungssimulation und die Berechnung der 2D-Zuschnittkontur mit Hilfe der Software Catia CPD.
Ziel ist es, die Preform mit einem quasiisotropen Lagenaufbau endformnah (near netshape) herzustellen. Je nach Fadenorientierung ergeben sich unterschiedliche Drapierergebnisse und Zuschnittkonturen für die Einzellagen der Preform.
Herstellung der Preform direkt von der Rolle
Die Herstellung des Demonstratorbauteils geschieht in einem zweistufigen Prozess. Im ersten Schritt wird im Preformzentrum aus der Rollenware eine Preform hergestellt und im Anschluss die Preform in einem zweiten Bearbeitungszentrum zum Fertigteil umgeformt und konsolidiert.
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