Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Hybridgarnverarbeitung

Verzicht auf Organobleche erhöht Fertigungseffizienz

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Demonstratorbauteil: Um die Effizienz der direkten Verarbeitung textiler Halbzeuge aus Hybridgarn mit Theroplastmatrix zu demonstrieren, wurde ein Federdom hergestellt. (Bild: TU Dresden)
Bildergalerie: 4 Bilder
Demonstratorbauteil: Um die Effizienz der direkten Verarbeitung textiler Halbzeuge aus Hybridgarn mit Theroplastmatrix zu demonstrieren, wurde ein Federdom hergestellt. (Bild: TU Dresden)

Die Direktverarbeitung von Hybridgarnen zu Verbundbauteilen mit Endlosfaserverstärkung lässt sich am Beispiel der Fertigung eines Demonstratorbauteils zeigen. Von der Abwicklung der Rollenware bis zur Konsolidierung des Fertigteils sind alle Teilprozesse komplett automatisiert. Der Verzicht auf die üblicherweise eingesetzten Organobleche erhöht die Flexibilität bei der Bauteilgestaltung.

Im Rahmen des BMBF-Forschungsprogrammes „Forschung für den Markt im Team (Format)“ wurde ein neuartiger Fertigungsprozess zur automatisierten Herstellung von GFK-Bauteilen aus dem Gewebe Twintex (Hybridgarn-GF/PP, Hersteller Owens Corning) entwickelt.

Bauteil soll direkt aus dem textilen Halbzeug hergestellt werden

In diesem Prozess wird das Bauteil direkt aus dem textilen Halbzeug (Rollenware) durch Zuschneiden, einmaliges Erwärmen und Konsolidieren bei gleichzeitiger Formgebung hergestellt. Infolge der gezielten Ausnutzung der anisotropen Werkstoffeigenschaften sowie der Verwendung eines Hybridgarns, das aufgrund kurzer Fließwege des Matrixwerkstoffs auch hochkomplexe Geometrien ermöglicht, gestattet der Prozess die Herstellung von Bauteilen mit hohem Leichtbaupotenzial.

Zusätzlich sind für die eingesetzte Thermoplastmatrix im Vergleich zu Duroplasten ein höherer Automatisierungsgrad und kürzere Taktzeiten in der Fertigung erreichbar. Dazu kommt die Möglichkeit des einfacheren Recyclings.

Niedrigste lokale Lastspitzen bei um 30° versetzten Einzellagen

Für das Demonstratorbauteil wurde eine an einen Federdom angelehnte, anspruchsvolle Geometrie gewählt sowie in vereinfachten numerischen Simulationen verschiedene konstruktive Bauteilkonzepte erstellt und analysiert. Die umgesetzte Variante verfügt über verschiedene Krümmungsradien und -winkel, integrierte Bauteilausschnitte, doppelt gekrümmte, konkave und konvexe Flächen sowie Sicken im Bereich der Körperflächen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 27607660 / Werkstoffe)

Themen-Newsletter Konstruktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

24 Gadgets zur Weihnachtszeit

Geschenkideen

24 Gadgets zur Weihnachtszeit

07.12.17 - Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und es wird Zeit, sich um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Wie wäre es mit einem praktischen, nützlichen oder verrückten Gadget? Für beinahe jeden Anlass gibt es eine passende technische Spielerei. Wir zeigen Ihnen 24 Gadgets, die gut unter den Weihnachtsbaum passen. lesen

MM Innovationstag - Fachvorträge, Ausstellung und Networking

MM Akademie

MM Innovationstag - Fachvorträge, Ausstellung und Networking

11.12.17 - Am 7. Dezember 2017 fand in Düsseldorf der erste MM Innovationstag zum Thema Fertigungstechnik 4.0 statt. Führende Unternehmen wie Siemens, Renishaw, Meusburger oder Open Mind stellten Methoden und Kompetenzen für die digitale Fertigungstechnik vor und präsentierten Lösungen aus der Praxis. lesen

Mensch-Roboter-Kollaboration – Neue Perspektive der industriellen Robotik

Forschungsprojekt Claxon

Mensch-Roboter-Kollaboration – Neue Perspektive der industriellen Robotik

04.12.17 - In der zukünftigen Mensch-Roboter-Kollaboration gilt es noch viele Aspekte zu klären, zum Beispiel Sicherheitsanforderungen an die Roboter. Das Imec betrachtet dieses Thema der industriellen Robotik einmal aus einem anderen Blickwinkel. lesen