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Vorteile einer Komplettlösung für ERP und CRM

| Autor/ Redakteur: Ralf Haberich / Melanie Krauß

Eine kombinierte Lösung für Enterprise Resource Planning und Customer Relationship Management vereinfacht den Zugriff auf relevante Informationen. Zudem kann dadurch der Pflegeaufwand für Daten und Software reduziert werden.

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Die Kombination aus ERP und CRM bietet Vorteile für den Anwender.
Die Kombination aus ERP und CRM bietet Vorteile für den Anwender.
(Bild: ©adam121 - stock.adobe.com)
  • Eine Plattform, die sowohl ERP als auch CRM miteinander verschmilzt, bietet insbesondere Vorteile für Sales und IT.
  • Daten müssen nicht mehr doppelt eingepflegt werden und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen haben Zugriff auf die gleichen Informationen.
  • Die IT profitiert ebenfalls von einer Komplettlösung, da Lizenzkosten sowie Implementierungs- und Pflegeaufwand sinken.

Ohne ein leistungsfähiges Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)System können Maschinen- und Anlagenbauer ihre Geschäftsbeziehungen heute kaum noch effizient verwalten. Aus einer Umfrage von Statista aus dem Jahr 2017 geht hervor, dass bereits über 80 % der Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten ein ERP-System einsetzen. Nachholbedarf gibt es allerdings noch im Bereich Customer Relationship Management (CRM). Denn nur rund ein Viertel der Unternehmen in einer Studie von Capterra aus dem Jahr 2018 gab an, Kundenbeziehungen und Marketingmaßnahmen mit einem CRM-System zu unterstützen. Die Sorge: Sie befürchten, dass sie dabei auf veraltete oder falsche Unternehmens­informationen zurückgreifen müssen. Diese Gefahr lässt sich jedoch durch ein einheitliches Datenmodell einer ERP-CRM-Komplettlösung bannen.

Anforderungen an Systeme im Maschinenbau

Die Anforderungen an ein ERP- und CRM-System im Maschinen- und Anlagenbau sind anspruchsvoll. Häufig ist in einer frühen Phase eines Kundenprojekts noch nicht vollständig bekannt, wie komplex die Struktur der auszuliefernden Produkte ausfallen wird. Nichtsdestotrotz sind direkt von Beginn an alle Unternehmensbereiche, das Zuliefernetzwerk und der Kunde einzubinden. Wachsende Stücklisten, der bereichsübergreifende Informationsaustausch, die Veränderungen an Produkten, die Verwaltung von Unteraufträgen oder auch die Kundenbeistellung adäquat abzubilden, all das erschwert die Arbeit zusätzlich.

Zudem ist in der Branche derzeit ein Trend zur Standardisierung zu erkennen – sodass sich auch steigende Anforderungen ergeben, das Variantenmanagement sinnvoll zu unterstützen. So sind beispielsweise die Stammdaten auf aktuellem Stand zu halten, da die Unternehmen die Daten bei der Erstellung von Angeboten oder bei der Produktionsplanung immer wieder benötigen.

Wenn sich Unternehmen für eine Plattform entscheiden, profitieren sie von einer Verschmelzung beider Systeme, in der alle Funktionalitäten eines CRM- und eines ERP-Systems integriert sind. Das bedeutet für Mitarbeiter, dass sie alle Daten nur in einem System abrufen müssen. Für die Maschinen- und Anlagenbauer bringt dies zahlreiche Vorteile mit sich.

Wenn die kaufmännische Abteilung Stammdaten anlegt, sind diese direkt für CRM-Funktionen verfügbar. Gleichzeitig lassen sich die Kontaktdaten eines Interessenten ebenso schnell in den ERP-Bereich des Systems übertragen. Das bedeutet, dass der doppelte Pflegeaufwand, der zuvor für zwei einzelne Lösungen notwendig war, wegfällt. Ähnlich verhält es sich bei der Anpassung von Kundendaten, die jetzt nur noch ein Mal notwendig ist. Wichtig dabei zu beachten: Mitarbeiter sollten diese Daten unbedingt nur im ERP-CRM-System ablegen. Jede weitere Ablage, etwa auf lokalen Laufwerken, ist überflüssig und führt zu unliebsamem Datenmüll.

Je mehr Mitarbeiter die Kundenbedürfnisse kennen und je besser die Angebote auf die Rahmenbedingungen des Kunden zugeschnitten werden, desto größer wird die Chance, Verträge abzuschließen. Dafür benötigt man allerdings nicht selten neben den im CRM abgelegten Daten auch jene, die sich im ERP-System befinden, etwa Währungsinformationen, Zahlungs- und Lieferbedingungen oder Artikelstammdaten zu bereits abgeschlossenen Aufträgen.

Innerbetriebliche Transparenz und Verpflichtungsgefühl

Wenn Unternehmen auf eine kombinierte CRM-ERP-Lösung zurückgreifen, stehen den Sales-Mitarbeitern auch diese Informationen zur Verfügung. Positiv wirkt sich das System im Übrigen auch auf die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Angestellten aus, da aufgrund der innerbetrieblichen Transparenz alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen können und sich gemeinsam gegenüber den Kunden verpflichtet fühlen. Des Weiteren profitiert auch die IT von einer Komplettlösung, da die Lizenzkosten deutlich geringer ausfallen als für zwei einzelne Systeme. Zudem entfällt der Aufwand des Customizings und der Implementierung für eine Software und darüber hinaus lässt sich der Pflegeaufwand deutlich reduzieren, da nur noch die Komplettlösung upzudaten ist.

Trend in Richtung Cloud

Bevor sich Unternehmen für eine CRM-ERP-Komplettlösung entscheiden, müssen sie festlegen, wie sie das System betreiben möchten. On premise oder doch in der Cloud? Ein Argument für die Cloud ist die wachsende Mobilität der Beschäftigten: Immer mehr Mitarbeiter arbeiten von zu Hause oder von unterwegs aus. Letzteres trifft besonders auf Vertriebler und Serviceleute zu. Ein weiteres Plus der Cloud-Lösung ist der Wegfall von Installation und Wartung – und damit die Entlastung der IT-Abteilung. Im Hinblick auf die genannten Vorteile ist die ERP-­CRM-Komplettlösung – insbesondere als Cloud-Variante – auch für Maschinen- und Anlagenbauer eine gute Wahl.

* Ralf Haberich ist Vorstandsvorsitzender der CRM Partners AG in 65760 Eschborn, Tel. (0 61 96) 77 57 50, info@crmpartners.de, www.crmpartners.com/de-de

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