Volkswagen-Geschehnisse VW verdient weniger – Blume will Sparpaket durchboxen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Auch im zweiten Quartal hat Volkswagen Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Der VW-Chef Oliver Blume drängt nun, das Sparpaket bald aktiv werden zu lassen ...

Heute war bei VW viel los! Zum einen musste man berichten, dass der Gewinn auch im zweiten Quartal nicht besser wurde. Zum anderen will der Volkswagen-Chef Oliver Blume jetzt bis zum Jahresende das umstrittene Sparpaket aktiv werden lassen ...(Bild:  Volkswagen)
Heute war bei VW viel los! Zum einen musste man berichten, dass der Gewinn auch im zweiten Quartal nicht besser wurde. Zum anderen will der Volkswagen-Chef Oliver Blume jetzt bis zum Jahresende das umstrittene Sparpaket aktiv werden lassen ...
(Bild: Volkswagen)

Vor zwei Wochen waren die VW-Sparpläne erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden und bei Arbeitnehmervertretern und dem an VW beteiligten Land Niedersachsen auf Widerstand gestoßen. VW-Chef Oliver Blume strebt aber nun eine Verabschiedung seines neuen Sparpakets für den Konzern noch in diesem Jahr an, wie die dpa meldet. Sein Ziel ist es demnach, dazu bis Jahresende Beschlüsse im Aufsichtsrat zu treffen. Das äußerte Blume jedenfalls in einem Interview mit der dpa. Blume wörtlich: „Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende dort ein großes Stück weiter sind.“

Sparpaket-Verhandlungen bis Jahresende durch ...

Das heißt, dass vier Werke und bis zu 50.000 Stellen zusätzlich auf der Kippe stehen. Das Kontrollorgan habe sich vor zwei Wochen erstmals umfassend mit dem Thema befasst, sagte Blume. Dort gab es sehr konstruktive, aber auch kontroverse Diskussionen. Blume: „Wir haben dort noch keinen umfassenden Beschluss treffen können.“ Im September solle es eine weitere Sitzung dazu geben. Er sei auch fest davon überzeugt, weil dieses Paket so groß sei, dass es auch noch weitere Sitzungen notwendig sein könnten. Blume sei aber zuversichtlich, dass alles bis Jahresende unter Dach und Fach sein könne. Er geht immerhin nicht von Werksschließungen bis zum Jahr 2030 aus: „In unseren existierenden Werken – insbesondere in Deutschland – haben wir Modelle in der Produktion, die wir sicher brauchen“, kommentierte er. Es sei nicht realistisch, über Werkschließungen bis 2030 zu reden.

Volkswagen-Gewinn schrumpft und schrumpft ...

Der VW-Konzern hat im zweiten Quartal nicht zuletzt noch etwas weniger verdient als im ohnehin schon schwachen Vorjahreszeitraum. Auch wurde der Umsatzausblick gekappt. Deshalb wird nun ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent erwartet. Mit Rückblick auf das Vorjahr erwartet der VW-Chef nun für 2026 nur noch im besten Fall eine stabile Entwicklung – es könnte aber auch bis zu drei Prozent weniger Erlös werden. Die Zahlen: Im zweiten Quartal zog der VW-Umsatz zwar um zwei Prozent (auf 82,4 Milliarden Euro an), doch nach den ersten sechs Monaten ist die Bilanz damit bisher nur fast ausgeglichen. Das operative Ergebnis fiel im Quartal um rund ein Zehntel (auf 3,47 Milliarden Euro). Es fiel damit schwächer aus als von Experten erwartet. Unter dem Strich ging es sogar um rund ein Drittel (auf nur noch 1,54 Milliarden Euro) an Gewinn zurück.

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