Nichts konkret VW-Aufsichtsratssitzung endet ohne klare Worte zu Stellenabbau & Co.

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Volkswagen schweigt sich nach der Sitzung des Aufsichtsrates zum Thema Einsparungen, möglichen Werksschließungen und zum Stellenabbau aus ...

Die unter viel Aufmerksamkeit der VW-Belegschaft gestern abgehaltene Aufsichtsratssitzung ist, was Informationen zu Werksschließungen und Stellenabbau ageht, eine Enttäuschung geworden. Und Betriebsratschefin Cavallo soll toben ...(Bild:  Volkswagen)
Die unter viel Aufmerksamkeit der VW-Belegschaft gestern abgehaltene Aufsichtsratssitzung ist, was Informationen zu Werksschließungen und Stellenabbau ageht, eine Enttäuschung geworden. Und Betriebsratschefin Cavallo soll toben ...
(Bild: Volkswagen)

Der VW-Konzernvorstand hat dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zwölf Initiativen sowie das Zielbild 2030 vorgestellt, wie es nach dem Treffen hieß. „Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation“, soll Konzernvorstand Oliver Blume erklärt haben. Demnach soll die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken. Angaben zu einem möglichen Stellenabbau und Werksschließungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte Blume, wie eingangs schon erwähnt, aber nicht. Wie zu erwarten war, wurden keine Beschlüsse beim VW-Aufsichtsrat getroffen, sondern nur allgemeine Ziele kommuniziert, die eigentlich zum großen Teil schon bekannt waren, kommentierte der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer.

VW-Betriebsratschefin Cavallo ist außer sich:

Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, im Laufe des heutigen Tages der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen, um sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äußern. Cavallo wörtlich: „Es reicht! Das Fass ist zum Überlaufen gekommen!“ Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft sei an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Blume stehe jetzt in der Pflicht, diesen massiven Schaden und Vertrauensbruch wenigstens noch zu begrenzen. Die Sitzung wurde im Übrigen von lauten Protesten der Gewerkschaft begleitet.

Ohne Abbau von Überkapazitäten wird es nicht gehen

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der bekanntlich dem VW-Aufsichtsrat angehört, sprach lediglich von einer sehr intensiven Sitzung. Der Vorstand habe ein wirklich breites Paket vorgelegt, so der SPD-Politiker. Daran müsse nun weiter gearbeitet werden, wobei noch eine harte und intensive Zeit auf die Beteiligten zukomme. Allerdings räumt Lies auch ein, dass die Frage, wann Entscheidungen getroffen werden, tatsächlich noch unklar ist. Zugleich bekräftigte er aber auch, dass Werksschließungen für ihn kein Zukunftskonzept sind. Die VW-Standorte brauchen laut Lies eine feste Zukunftsperspektive. Klar ist bis jetzt nur, dass Überkapazitäten abgebaut werden müssen. Bekanntlich könnte das weltweit rund 100.000 Stellen im VW-Konzern kosten und vier Werken droht bereits die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

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