Die Zeit wird knapp! VW will beim Sparen in puncto Kernmarke aufs Gas treten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Volkswagen hat absolut keine Zeit zu verlieren und wird deshalb sein Performance-Programm weiter beschleunigen, so Thomas Schäfer, der VW-Markenchef, bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg ...

Die Schieflage bei Volkswagen besteht weiterhin. Sparmaßnahmen laufen zwar schon, aber viel besser ist die Situation nicht geworden. Weitere Entlassungen stehen vielleicht an. Außerdem wollen die Wolfsburger bei der Umsetzung der generellen Maßnahmen mehr Tempo machen.(Bild:  Volkswagen)
Die Schieflage bei Volkswagen besteht weiterhin. Sparmaßnahmen laufen zwar schon, aber viel besser ist die Situation nicht geworden. Weitere Entlassungen stehen vielleicht an. Außerdem wollen die Wolfsburger bei der Umsetzung der generellen Maßnahmen mehr Tempo machen.
(Bild: Volkswagen)

Thomas Schäfer hätte sich gewünscht, dass die 2024 vereinbarten Maßnahmen bereits ausreichen würden. Doch das haben sie nicht. Und Wegschauen löst auch keine Probleme. Schäfer in Wolsburg weiter: „Über das Wie werden wir jetzt mit der Mitbestimmung sprechen.“ Die Einigung Ende 2024 hatte drei Prioritäten: Überkapazitäten an deutschen Standorten sollten abgebaut, die Arbeitskosten gesenkt und die Entwicklungskosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden. In der Marke Volkswagen sein man auch gut vorangekommen. Beim Personalabbau sind etwa gut 16.300 Austritte in Deutschland vollzogen und insgesamt knapp 28.800 bis 2030 fest vereinbart. Das Ziel der Kernmarke in Deutschland liegt bei 35.000 Stellen weniger, was bis 2030 erreicht sein soll.

Es werden Dinge passieren, die man nicht für möglich hielt

Betriebsratschefin Daniela Cavallo geht davon aus, dass die Sparbemühungen noch heftiger werden. Auf der betrieblichen Ebene werde der Belegschaft demnach die Sparwut des Unternehmens die kommenden Wochen an allen Ecken und Enden begegnen. „Noch mehr als ohnehin schon, fürchte ich“, kommentierte Cavallo, nach Angaben aus Teilnehmerkreisen bei der Betriebsversammlung. Die Zeichen stünden auf Sturm. Und der werde kein Kleiner! Cavallo räumte aber auch ein, dass es so bei VW nicht weitergehen kann. „Der Großteil unserer bisherigen Gewinnkraft ist futsch. Das ist die nackte Wahrheit“, muss auch sie zugeben. Es werden traditionsreiche Hersteller auf der Strecke bleiben, glaubt sie. Andere werden fusionieren müssen. Und wiederum andere werden Allianzen eingehen, an die sie früher nie gedacht hätten, wie Cavallo prophezeit. Die Frage sei also nicht, ob neue Lasten auf die Beschäftigten zukämen, sondern nur noch, wie es gelinge, diese fair zu verteilen und eine Schieflage zuungunsten der Belegschaft abzuwehren.

VW hatte jüngst seine Gewinnprognose aktualisiert – und das unter anderem mit Milliardenabschreibungen auf Porsche, Problemen in China und der höheren E-Auto-Nachfrage begründet. Mit diesen verdiene der Konzern weniger als mit vergleichbaren Verbrennermodellen, auch wenn sie in Europa gut ankämen. Cavallo wiederum thematisierte nach dpa-Informationen auch die Pläne des Vorstands um VW-Chef Oliver Blume, nochmals etwa 50.000 Stellen weltweit abbauen zu wollen – davon etwa konzernweit die Hälfte in Deutschland. Fraglich sei, ob sich ein derart ausgeweiteter Stellenabbau noch sozialverträglich umsetzen ließe. Über Altersteilzeit und Aufhebungsverträge allein werde dies nicht gelingen. Es drängen sich laut Cavallo dabei Fragen auf, wie, plant der Vorstand etwa doch betriebsbedingte Kündigungen? Und selbst wenn! Wie will er die denn durchsetzen?. Die Beschäftigungssicherung bei der Volkswagen AG gilt demnach bis Ende 2030. Diese sei außerdem unkündbar.

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