Gelungene Mikrotechnik

Forscher bauten Mikromotor mit Wasserantrieb

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Feinste Faserbündel für Kabel, Medizin und künstliche Muskeln

Der Effekt lässt sich nach Aussage der Wissenschaftler sogar gezielt nutzen! Denn das Bauteil verhält sich wie ein winziger Motor, den allein die Wasseroberfläche antreibt. Sein Drehmoment liegt bei etwa 10⁻⁸ Newtonmetern – also zwar weit unter dem eines Elektromotors, aber deutlich über dem von biologischen Motoren. So ist es etwa gelungen, Seidenfasern mit einem Durchmesser von 10 bis 20 Mikrometern Schritt für Schritt zu mehrlagigen, ineinander gedrehten Bündeln zu kombinieren, wie das KIT betont. Solche Strukturen seien aber auch für Litzendrähte oder chirurgisches Nahtmaterial typisch. Als Einsatzfelder könnte man sich deshalb verlustarme Leitungen in Rechenzentren, multifunktionales Nahtmaterial und künstliche Muskeln vorstellen. Denn klassische Flechtmaschinen versagen in diesem Größenbereich, weil die Fasern unter der Spannung einfach reißen. Der neue Ansatz komme dagegen ganz ohne mechanischen Kontakt aus und eröffne deshalb einen neuen Weg, um auch feinste spiralförmige Strukturen kontrolliert herzustellen.

(Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Europäische Forschungsrat (ERC) und Sinano haben die Arbeit übrigens gefördert.)

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