Leichtbau Weltweit längste Automobilbrücke mit Faserverbundelementen
Aufgrund der Leichtbauweise wurde in den Niederlanden eine 140 m lange Brücke errichtet, ohne den dichten Verkehr unter der Brücke groß zu stören. Sie ist die weltweit längste Automobilbrücke mit Faserverbundelementen.
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Mit der hybriden Leichtbaukonstruktion begann die Zusammenarbeit zwischen dem Brückenbauer Fibercore Europe, der Infrastrukturgesellschaft Heijmans und der Werkstoffspezialist DSM. Die Brücke besteht aus einer Stahlstruktur und Platten aus Faserverbundwerkstoffen als Fahrbahndeck. Sie überspannt die A27. Auf die Stahlstruktur werden die duroplastischen, endlosfaserverstärkten Leichtbauplatten geklebt. Dafür hat der Werkstoffspezialist DSM einen besonderen Klebstoff entwickelt.
Aufgrund des Faserverbundanteils ist das Gewicht der Brücke deutlich niedriger als bei Konstruktionen aus Stahl und Beton. Das beseitigte die Restunsicherheit der Konstrukteure hinsichtlich der Bodenstabilität. Außerdem halten Faserverbundkonstruktionen den Wartungsaufwand und somit die Betriebskosten in Grenzen. Es gibt es keine Korrosion. Die Brücke ist für Fahrzeuge bis 60 t Gesamtgewicht ausgelegt.
Bereits mehr als 100 Brücken in Faserverbundtechnik gebaut
„Die Brücke über die A27 ist eine von vielen hybriden Leichtbaubrücken, die von Fibercore mit von DSM produzierten Harzen gebaut wurde“, berichtet Simon de Jong, Leiter von Fibercore Europe, Rotterdam, (Niederlande). „Insgesamt wurden über 100 Brücken in Westeuropa, den USA und China errichtet. Das schließt unterschiedliche Bauarten von Brücken ein. Das Spektrum reicht von Schwimmbrücken bis zu beweglichen Brücken.“
„Die Entwicklung von Lösungen aus Verbundmaterial für eine verbesserte Leistungsfähigkeit ist das Herzstück unserer Innovation“, sagt Robert Puyenbroek, Chief Technical Officer bei DSM Composite Resins, Schaffhausen (Schweiz).
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