Rodriguez Wenn Standard nicht passt, wird maßgeschneidert

Autor / Redakteur: Thomas Dorfmüller und Alexej Kotschenkow / Stefanie Michel

Nicht immer passt die Lineartechnik von der Stange, denn anspruchsvolle Anwendungen erfordern in der Regel auf sie zugeschnittene Sonderlösungen. Ein Beispiel zeigt, wie sich ein kompletter Unternehmensbereich der Produktion von maßgeschneiderten Antriebslösungen sowie einbaufertigen Teilsystemen widmet.

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Bild 1: Für komplexe Systemlösungen sind nicht nur geeignete, optimal aufeinander abgestimmte Komponenten erforderlich, sondern auch Know-how zu Werkstoffkombinationen oder lebensdauerrelevanten Faktoren wie Materialausdehnung beziehungsweise -schrumpfung bei bestimmten Betriebstemperaturen
Bild 1: Für komplexe Systemlösungen sind nicht nur geeignete, optimal aufeinander abgestimmte Komponenten erforderlich, sondern auch Know-how zu Werkstoffkombinationen oder lebensdauerrelevanten Faktoren wie Materialausdehnung beziehungsweise -schrumpfung bei bestimmten Betriebstemperaturen
(Bild: Böhmer)

Außendienstmitarbeiter sind regelmäßig bei Kunden vor Ort und erfahren dort von deren Problemen und Ideen. Im Gespräch ergeben sich daraus viele der kundenspezifischen Sonderlösungen, denn die Informationen aus den Gesprächen werden, wie bei Rodriguez, intern mit den Abteilungen Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung (F & E) ausgearbeitet und in enger Abstimmung mit dem Kunden realisiert.

Zunächst wird der Kunde nach allen notwendigen technischen Details befragt. Dann übernimmt die F&E neben der ersten Vorabauslegung des Bauteils und sämtlichen Berechnungen auch die Werkstoffauswahl und koordinierende sowie beratende Aufgaben im Fertigungsablauf. Beide Abteilungen, die F&E und die Konstruktion arbeiten aber von Anfang an eng zusammen. Ebenso wird frühzeitig die Produktion mit eingebunden, um neben den erforderlichen Funktionseigenschaften auch die technische Machbarkeit bei vertretbarem Aufwand garantieren zu können. Die Abteilung Konstruktion ist spätestens ab dem Zeitpunkt involviert, wenn es um die zeichnerische Ausarbeitung des Produkts geht. Da beide Abteilungen sich bei Rodriguez in räumlicher Nähe befinden, können sie sich gegenseitig auf dem kurzen Dienstweg beratend zur Seite stehen.

Mehr bieten als nur eine Entwicklung auf Anforderung

Häufig kommt es bereits während des Austausches mit den Kunden zu Änderungen der kundenseitigen Anforderungen. Bei den Überlegungen versuchen beide Abteilungen immer ihr Hintergrundwissen einzusetzen und die gesamte Anwendung zu berücksichtigen. So ist Rodriguez in der Lage, dem Kunden viel mehr zu bieten als einfach nur eine Entwicklung auf Anforderung. Geheimhaltungserklärungen sorgen in solchen Fällen dafür, dass kein kundenspezifisches Wissen nach außen dringt. Sofern im Entwicklungsprozess keine weiteren Hürden auftauchen, unterbreitet Rodriguez dem Kunden am Ende dann einen technischen Lösungsvorschlag mitsamt Freigabezeichnung.

Handelt es sich um komplizierte Komponenten, die in Serie gefertigt werden sollen, wird in der Regel ein Prototyp einem Testlauf unterzogen. Hier sind dann gegebenenfalls Korrekturen am Produkt erforderlich. Dabei wird, falls erforderlich, neben dem Produkt auch der Fertigungsprozess angepasst. Die technische Ausarbeitung der Funktion passt dagegen meist auf Anhieb.

Der Entwicklungsprozess dauert im Normalfall ein bis zwei Wochen. Das fertige Produkt liegt dann üblicherweise in acht bis zehn Wochen vor. Bei sehr komplexen Baugruppen kann der Zeitraum allerdings auch länger sein.

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