Lungengängige Stäube

Wer „Feinstaubfilter“ sagt, sollte auch PM1-Partikel meinen

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Camfil hat einen Schlüssel erarbeitet, mit dem Produkte der ehemaligen Feinstaub-Filterklassen M5 bis F9 in die neuen Gruppen übersetzt werden können. „Zum Beispiel sollte ein gutes F7-Filter der neuen Gruppe ePM1 entsprechen; also mindestens 50 Prozent aller Partikel unter einem Mikrometer abscheiden“, erklärt Tobias Zimmer, Global Product Manager Comfort bei Camfil. Das trifft zum Beispiel auf die Luftfilter der bisherigen Klasse F7 von Camfil zu. Sie erfüllen künftig mühelos die Abscheidevoraussetzungen der ePM1-Gruppe.

Filterwahl: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Gebäude-Manager, die sich heute bei der Reinigung von Zuluft für einen Feinstaubfilter der Klasse F7 entscheiden und keine spezifischen Prozesse absichern müssen, haben in der Regel ein Ziel: Gute Bedingungen hinsichtlich Gesundheit und Hygiene zu schaffen. Da die Einführung der neuen Prüfnorm ISO 16890 das Auswahlverfahren für geeignete Luftfilter ohnehin grundsätzlich verändert, möchte Camfil die Entscheider für ein bislang vernachlässigtes Einsatzfeld sensibilisieren: „Trotz dieses Anspruchs hinsichtlich guter Innenraumluft ist vielen Verantwortlichen nicht bewusst, wie wichtig es ist, ein besonderes Augenmerk auf die Abscheidung von PM1-Partikeln zu richten, die kleiner als ein Mikrometer sind“, so Zimmer.

Feinstaub ist generell gefährlich, weil der menschliche Körper keine natürlichen Schutzmechanismen dagegen aufbieten kann. Er wird über die Atemwege aufgenommen und ein erheblicher Anteil seiner PM1-Partikel kann sogar über die Lunge in den Blutkreislauf gelangen. Die Konsequenzen sind bereits heute fatal. So sterben laut internationaler Energieagentur weltweit 6,5 Millionen Menschen pro Jahr vorzeitig an den Folgen von Luftverunreinigungen in Innen- und Außenbereichen; davon rund 600.000 in der Europäischen Union. Die häufigsten Todesursachen sind Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegerkrankungen. Auch der Einfluss auf Demenzerkrankungen ist inzwischen nachgewiesen. Mit den negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sind außerdem immense Kosten für die Gesellschaft und Wirtschaft verbunden.

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