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Schwenkeinrichtung

Werkstücke für 3D-Druck in Position gebracht

| Autor/ Redakteur: Christian Mannigel / Stefanie Michel

Für ein neues additives Verfahren müssen die Werkstücke in der Maschine exakt positioniert werden. Der Maschinenhersteller setzt dabei auf angepasste 2-Achs-Schwenkeinrichtungen, die den Bedürfnissen von Schweißanwendungen gerecht werden.

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Das additive Verfahren 3D Metal Print von Gefertec mit Lichtbogenschweißen und Draht, der geschmolzen und lagenweise aufgetragen wird. Für die präzise Positionierung sorgt hier eine 2-Achs-Schwenk-
einrichtung ZAS 320 von Peiseler.
Das additive Verfahren 3D Metal Print von Gefertec mit Lichtbogenschweißen und Draht, der geschmolzen und lagenweise aufgetragen wird. Für die präzise Positionierung sorgt hier eine 2-Achs-Schwenk-
einrichtung ZAS 320 von Peiseler.
(Bild: Gefertec)

Matthias Otte, bei Rolf Lenk Werkzeug- und Maschinenbau verantwortlich für die Additive Fertigung, freut sich: „Mit der Gefertec-Technologie sind wir in der Lage, bei großvolumigen Bauteilen im Vergleich zum Pulverbettverfahren bis zu 80 % unserer Produktionskosten einzusparen.“ Er berichtet über den Einsatz des neuen Verfahrens 3D Metal Print, kurz 3DMP. Das 2015 gegründete Berliner Unternehmen Gefertec ist bislang dessen weltweit einziger Anbieter. Schon seit einiger Zeit sind generative Fertigungsmethoden, häufig auch als 3D-Druck bezeichnet, ebenfalls bei Metallbauteilen in aller Munde und werden als eine der Schlüsseltechnologien der digitalisierten Produktion im Sinne von Industrie 4.0 gesehen.

Mit der Entwicklung von 3DMP hat Gefertec auf diesem Gebiet ein revolutionäres Verfahren auf den Markt gebracht, das völlig neue Möglichkeiten erschließt und erhebliche Vorteile aufweist. Anders als bei den bislang eingesetzten pulverbasierten Verfahren erfolgt der 3D-Druck mit dem bewährten Lichtbogenschweißen und Draht. Der geschmolzene Schweißzusatzwerkstoff wird lagenweise aufgetragen und generiert so das metallische Bauteil.

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Positionierung des Werkstücks durch 2-Achs-Schwenkeinrichtungen

Dabei kommt der Positionierung des Werkstücks eine entscheidende Bedeutung zu. Gefertec setzt dabei in allen 3DMP-Maschinen mit fünf Bewegungsachsen auf 2-Achs-Schwenkeinrichtungen von Peiseler, einem der führenden Anbieter auf diesem Gebiet. Zwar bietet Gefertec auch eine dreiachsige Maschine an, in der sich der Schweißbrenner in X-, Y- und Z-Richtung bewegt, doch erfordern die meisten Anwendungen eine 5-Achs-Bearbeitung. Die Peiseler-Schwenkeinrichtungen ergänzen die Anlagen dafür mit zwei rotativen Achsen und sind insofern eine der Hauptkomponenten. Zum Einsatz kommen die ZATC 300 bei der kleineren Gefertec-Maschine arc 405 und bei deren größerer Variante arc 605 die ZAS 320. Entscheidend ist der zur Verfügung stehende Bauraum.

„Die generative Fertigung war auch für uns Neuland mit ganz anderen Anforderungen als bei der klassischen Zerspanung“, erklärt Dr. Benedict Korischem, geschäftsführender Gesellschafter bei Peiseler. „Wir haben uns dieser Aufgabe mit großem Engagement gestellt und sehen in dem innovativen Fertigungsverfahren unseres Kunden ein großes Potenzial auch für uns.“ In der Tat gibt es für die generative Fertigung von Metallbauteilen sehr viele Anwendungsbereiche. So beliefert Gefertec verschiedene Branchen wie den Werkzeugbau, den Schiffbau oder den Schienenverkehr.

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