Spanntechnik

Werkzeuge beim Schleifen hochpräzise spannen

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Stabile Konstruktion des Prismenspannfutters verhindert Schwingungen

Beim Spannvorgang verzahnen sich die fünf Spannbacken ineinander, so dass der Spaltabstand zu den Führungen und zwischen den Backen minimiert wird. Damit erreicht das Prismenspannfutter eine enorm hohe Steifigkeit sowie eine dauerhaft hohe Rundlaufgenauigkeit. Zudem vermindern die stabilen und steifen Führungen ein Aufschwingen der Schleifscheiben.

Während Rothenaicher in der Vergangenheit regelmäßig Spannbacken ausschleifen musste, um die Präzision seiner Futter zu erhalten, sind die Spannflächen beim Prismenspannfutter von Schunk mit einer diamantähnlichen Hartstoffbeschichtung versehen. So halten sie auf Dauer der extremen Beanspruchung durch die Hartmetallwerkzeuge stand. Im Dauereinsatz bei Rothenaicher erzielt Prismo bei einer Auskraglänge von 2,5 × D und einem Werkzeugdurchmesser von 20 mm kontinuierlich eine Spannwiederholgenauigkeit < 0,005 mm.

Feststehende axiale Position verhindert Kollisionen

Im laufenden Betrieb auf einer automatisierten Fünf-Achs-CNC-Schleifmaschine Schütte WU 305 Linear mit Kettenlader (200 Plätze) zeigen sich weitere Vorteile. Beim Spannvorgang öffnet das Prismenspannfutter zunächst komplett, anschließend wird das Werkzeug von einem flexiblen Greifer eingesetzt und zentrisch gespannt (Bild 4).

Unabhängig davon, welcher Werkzeugdurchmesser gerade bearbeitet wird, bleibt die X-Achse dabei unverändert. Alle Backen des Futters verharren also auf der identischen axialen Position. Aufwändige Zusatzprogrammierungen und die Gefahr eines Crashs wegen einer nicht berücksichtigten Verschiebung der X-Achse gehören damit der Vergangenheit an.

(ID:333734)