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Windenergie

Wettbewerb am Windturbinen-Markt wird sich verschärfen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Momentan bläst den Herstellern von Windkraftanlagen krisenbedingt ein rauer Wind ins Gesicht. Doch dürfte die Krise dem Markt nur eine kurze Verschnaufpause gönnen: Bis 2012 werden jährliche Zuwächse von 17% erwartet. Die Hersteller die Krise nutzen und sich fit für die Zukunft machen, empfiehlt eine Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger.

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Zwar können Hersteller von Windkraftanlagen laut einer Studie von Roland Berger mit kräftigem Marktwachstum rechnen, aber der Wettbewerb verschärft sich.
Zwar können Hersteller von Windkraftanlagen laut einer Studie von Roland Berger mit kräftigem Marktwachstum rechnen, aber der Wettbewerb verschärft sich.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die Krise beschert der Windindustrie eine kurze Flaute“, meint so Manfred Hader, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. „Aber der langfristige Wachstumstrend ist ungebrochen, und bis 2012 erwarten wir jährliche Zuwächse von 17%.“ Diese Prognose gründet sich auf die ehrgeizigen Ziele diverser Regierungen, die den Anteil der erneuerbaren Energien auf Kernmärkten wie den USA, Europa, China und Indien spürbar ausweiten wollen.

So will Europa bis 2020 etwa 20% seiner Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. In den Jahren 2011 bis 2020 sind deshalb Investitionen in den europäischen Ländern von insgesamt 120 Mrd. Euro geplant. Gleichzeitig sollen fossile Energieträger in Europa mit Ökoabgaben belegt werden. Die USA haben sich sogar einen 20-prozentigen Windenergieanteil bis 2030 auf die Fahnen geschrieben. China wiederum will bis 2020 über 100 GW-Windenergiekapazitäten verfügen. In Indien liegt sie Zielvorgabe bei 40 GW.

Kosten für Windenergie müssen sinken

Allerdings müssen die Kosten von Windenergieanlagen weiter sinken, damit diese Form der Energieerzeugung ohne staatliche Subventionen wettbewerbsfähig wird und das Niveau herkömmlicher Energieerzeugeranlagen erreicht. Der größte Kostentreiber im Windenergiesektor ist der Preis für die Turbine. Derzeit entfallen mehr als 50% der Kosten einer Windenergieanlage über den gesamten Lebenszyklus hinweg auf die Turbine. Um also die Kosten in der Windenergieerzeugung zu reduzieren, müssen die Windturbinen billiger werden.

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