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Schritt für Schritt hat man sich bei Boge umfangreiches Wissen um die Produkte, die Komponenten und die Software angeeignet. Nur damit ist es möglich, völlig neue Konzepte zu entwickeln und mit wirklichen Innovationen auf den Markt zu kommen, wie beispielsweise dem High-Speed-Turbo-Kompressor (HST) zur ölfreien Erzeugung von Druckluft. „Wenn vor zwei Jahren jemand in der Druckluftbranche gesagt hätte, dass es möglich ist, ölfrei Druckluft mit einer Maschine zu erzeugen, die kleiner, leiser, effizienter und günstiger ist als alles, was auf dem Markt ist, hätte das keiner geglaubt“, erzählt Meier heute.
Luftgelagerte Antriebswelle macht den Unterschied
Die Entwicklung hat zwei Jahre gedauert und war nicht linear. Was die Technologie betrifft, wurde zunächst ein Weg beschritten, der in eine Sackgasse führte. Letztendlich entschied man sich, bei der Lagertechnik für die Antriebswelle auf Luftlager zu setzen, was den echten Unterschied machte. Magnetlagertechnik hätte die Kosten in die Höhe getrieben und eine hohe Komplexität verursacht, doch auf diese Weise blieb man effizient, wartungsarm und ölfrei. Hinzu kommt ein drehzahlgeregelter Permanentmagnetmotor, sodass insgesamt ein sehr kompaktes, aber hocheffizientes System entwickelt wurde, das zudem kaum anfällig für Verschleiß ist.
Bei diesem neuen Produkt zeigt sich erneut die Fertigungstiefe von Boge: Neben der Steuerung werden auch Motor und Frequenzumrichter im Haus entwickelt und produziert. Die Kombination der einzelnen Komponenten ist entscheidend für das Endprodukt, denn alles ist aufeinander abgestimmt und genau für den Einsatzzweck optimiert: Der Frequenzumrichter ist lediglich darauf ausgelegt, den Motor anzutreiben. Den Motor wiederum kann man nicht ohne Weiteres mit einem anderen Umrichter betreiben, weil er eine gewisse Intelligenz benötigt, die in diesem Umrichter steckt. „Den Motor bauen wir nicht, weil wir Lust zum Motorenbau haben, sondern weil das, was wir brauchen, nicht auf dem Markt erhältlich war. Dann hat man nur zwei Möglichkeiten: Entweder man sucht sich einen Entwicklungspartner oder macht es selbst“, erklärt Meier den Schritt.
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