Interview
„Wir profitieren im Ausland noch immer extrem von der starken deutschen Marke“

Das Gespräch führte Melanie Krauß 7 min Lesedauer

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Die Stimmung im Inland ist im Keller, doch Knuth wächst unter anderem in den USA enorm. Der Schlüssel? Smarte Ausbildungskonzepte und eine klare Strategie gegen den internationalen Wettbewerb.

Philip Knuth ist Geschäftsführer bei Knuth Werkzeugmaschinen und verantwortet den Vertrieb sowie die internationale Expansion. Sein Weg ins Familienunternehmen verlief alles andere als klassisch: Nach dem BWL-Studium an der WHU gründete er in Malaysia ein Tech-Start-up, das nach fünf Jahren an einen brasilianischen Wettbewerber verkauft wurde. Anschließend stieg er in Südafrika in das familieneigene Werkzeugmaschinen-Business ein, baute den dortigen Standort neu auf und treibt seit 2019 vom Hauptsitz aus die globale Strategie voran.(Bild:  Knuth Werkzeugmaschinen GmbH)
Philip Knuth ist Geschäftsführer bei Knuth Werkzeugmaschinen und verantwortet den Vertrieb sowie die internationale Expansion. Sein Weg ins Familienunternehmen verlief alles andere als klassisch: Nach dem BWL-Studium an der WHU gründete er in Malaysia ein Tech-Start-up, das nach fünf Jahren an einen brasilianischen Wettbewerber verkauft wurde. Anschließend stieg er in Südafrika in das familieneigene Werkzeugmaschinen-Business ein, baute den dortigen Standort neu auf und treibt seit 2019 vom Hauptsitz aus die globale Strategie voran.
(Bild: Knuth Werkzeugmaschinen GmbH)

MM Maschinenmarkt: Herr Knuth, blickt man aktuell auf die fertigende Industrie, ist die Liste der Herausforderungen lang. Was sind aus Ihrer Sicht derzeit die drängendsten Themen für den Mittelstand?

Philip Knuth: Die Herausforderungen unserer Kunden sind unweigerlich auch unsere eigenen. Wenn ich mit Unternehmen in Deutschland spreche, spüre ich deutlich, dass die Stimmung derzeit sehr schlecht ist. Bei unseren Kunden ist das Investitionsklima eingetrübt, die erhofften Auftragseingänge bleiben oftmals aus. Fragt man konkret nach den Ursachen, werden zumeist drei Themen genannt: die immens hohen Energiekosten, die steigenden Lohnnebenkosten und eine überbordende Bürokratie.