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Glossar Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM)

| Autor: Stefanie Michel

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Wire Arc Additive Manufacturing nutzt Lichtbogenschweißen zum schichtweisen Aufbau eines Bauteils. FIT hat das Verfahren auf Industriereife gehoben.
Wire Arc Additive Manufacturing nutzt Lichtbogenschweißen zum schichtweisen Aufbau eines Bauteils. FIT hat das Verfahren auf Industriereife gehoben.
(Bild: FIT AG)

Beim Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM – Lichtbogendrahtauftragsschweißen) wird ein Lichtbogen als Energiequelle zum lokalen Schmelzen einer Substratplatte verwendet. Ein Metalldraht, genauer: eine Schweißraupe, wird in das Schmelzbad geführt. Durch Bewegen des Brenners und des Drahtes kann entlang einer beliebigen Kontur Material aufgetragen werden.

So lassen sich schnell großformatige Metallbauteile erzeugen, die im Anschluss durch CNC-Fräsen fertig bearbeitet werden können. Der Schweißprozess ist bekannt und beherrschbar und lässt sich in Kombination mit einer 5-Achs-Steuerung für komplexe Bauteilgeometrien einsetzen. Dem Design ist durch den Auftragsprozess kaum Grenzen gesetzt.

Gerade WAAM ist prädestiniert dafür, Bauteile in kurzer Zeit wirtschaftlich zu fertigen, was sich vor allem für Kleinserien oder für Reparaturen anbietet.

Materialien: alle schweißbaren Drähte wie

  • Stahl,
  • Aluminium,
  • NE-Metalle oder Ni- und
  • Ti-Legierungen

Vorteile:

  • höhere Aufbaurate als pulverbettbasierte Verfahren,
  • Materialersparnis wegen Materialauftrag,
  • minimaler Verzug und geringe Eigenspannungen im Bauteil,
  • porenfreier Lagenaufbau,
  • auch Aufschweißen möglich,
  • keine teuren Spezialanlagen nötig

Einsatz:

  • hochwertige Rohlinge für spanende Nachbearbeitung,
  • Ersatzteile,
  • Reparatur von Bauteilen

(ID:46369458)

Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt