Befragung Wissensdefizite bei Wärme- und Kälteanwendungen

Redakteur: Sandro Kipar

Eine Erhebung der Uni Stuttgart zeigt einen leichten Rückgang des Energieeffizienz-Indexes (EEI). Viele Unternehmen kennen außerdem eigene Energiesparpotenziale bei Wärme- und Kälteanwendungen nicht.

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Der EEI geht leicht zurück. Für die Dekarbonisierung der Industrie ist das eine ungünstige Ausgangslage.
Der EEI geht leicht zurück. Für die Dekarbonisierung der Industrie ist das eine ungünstige Ausgangslage.
(Bild: Pixabay)

Große Wissensdefizite bei Unternehmen habe die Sommererhebung 2021 des Energieeffizienz-Indexes (EEI) aufgezeigt. Dies teilt das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart mit. Mehr als 700 Unternehmen aus über 25 Branchen seien für die Erhebung befragt worden. Der Fokus der Befragung lag auf Wärme- und Kälteanwendungen. Hier stellte das Institut fest, dass fast die Hälfte der Unternehmen nichts über die eigenen Energiesparpotenziale bei Wärme- und Kälteanwendungen weiß. Über 45 Prozent der befragten Unternehmen wissen demnach nicht, welcher Anteil ihres gesamten Energiebedarfs auf Wärme- und Kälteanwendungen entfällt. Dabei seien diese Anwendungen essentiell, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

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Die Nachnutzung von Abwärme könne die Energiekosten von Unternehmen erheblich senken, heißt es weiter. 23 Prozent der befragten Unternehmen ziehen jedoch keinen Nutzen aus ihren Abwärmepotenzialen. „Die befragten Unternehmen sind sich einig darüber, dass staatliche Hilfeleistungen, wie etwa eine Förderung der Projektierungskosten zu mehr Transparenz bei Wärmeanwendungen und in der Folge zur konsequenten Umsetzung von Energieeffizienz‐Maßnahmen führen würden“, so EEP‐Leiter Alexander Sauer.

Insgesamt zeigt der EEI einen leichten Rückgang. Bei den Unternehmen sind die Bedeutung von Energieeffizienz und die geplanten Investitionen in Maßnahmen deutlich gesunken – die Energieproduktivität ist dagegen leicht angestiegen.

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