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PSTproducts` EMPT Wo Lorentzkräfte sinnvoll walten

| Autor / Redakteur: Dr. Barbara Stumpp / Peter Königsreuther

Wer träumt nicht davon, x Probleme mit einer Lösung zu tilgen? Mit der Elektromagnetischer-Puls-Technologie (EMPT) steht ein Verfahren parat, das nicht nur so gegensätzliche Prozesse wie das Fügen und Schneiden elektrisch leitfähiger Materialien ermöglicht.

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Mit der Elektromagnetischer-Puls-Technologie (EMPT) gelingen sowohl Schneid- als auch Fügeprozesse in heikler Umgebung. Hier ein gecrimpter Blechverschluss auf einer medizinischen Glasflasche.
Mit der Elektromagnetischer-Puls-Technologie (EMPT) gelingen sowohl Schneid- als auch Fügeprozesse in heikler Umgebung. Hier ein gecrimpter Blechverschluss auf einer medizinischen Glasflasche.
(Bild: PSTproducts)

Niedrige Prozesskosten, lange Standzeiten und die Möglichkeit, mehrere Produktionsschritte in einem Prozessschritt zu vereinen, prädestinieren die Elektromagnetischer-Puls-Technologie (EMPT) für die Serienproduktion.

Zwischen Rohren und Profilen im Maschinenbau etwa und optimal verschlossenen Medikamentenflaschen aus Glas liegen scheinbar Welten – allerdings nur was Material und späteren Einsatz angeht. Einer oder mehrere wesentliche Herstellungsschritte können dabei mit dem EMPT so kosteneffizient und hochflexibel geleistet werden, wie es die industrielle Serienfertigung heute verlangt. Dank der Entwicklung einer eigenen Steuerung mit entsprechenden Schnittstellen zu SPS- und Robotersystemen sind in diesem Zusammenhang besonders die Anlagen von PSTproducts fit für das Zeitalter der Industrie 4.0.

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Berührungsfrei und ohne Wärmeeintrag

Die EMPT kann ebene oder zylindrische Strukturen aus leitfähigen Materialien fügen, formen, schneiden, aufweiten, komprimieren und schweißen. Weil das Verfahren berührungsfrei und ohne Wärmeeintrag arbeitet, vermeidet man damit die thermische Belastung der Teile. Sie müssen nicht wie etwa beim Kleben intensiv vorbehandelt werden und man kann unterschiedliche Materialien fügen, sofern sie elektrischen Strom leiten. Der Prozess punktet mit seiner hohen Wiederholgenauigkeit und lässt eine Fertigungsdauer von unter 0,1 s zu. Außerdem ist er bestens automatisierbar und es sind keine Additive nötig, was das Verfahren sehr umweltschonend macht.

Die EMPT beruht darauf, dass ein zeitlich veränderliches Magnetfeld in elektrisch leitenden Körpern Wirbelströme induziert. Auf diese Ströme übt das Magnetfeld eine Kraft aus (die Lorentzkraft), deren Stärke vom Gradienten der magnetischen Flussdichte und der Größe der induzierten Ströme abhängt. Der stromführende Körper, egal ob Blech oder Rohr, erfährt dabei eine Kraft in Richtung der geringeren Flussdichten. Die Stärke der elektromagnetischen Kraft hängt dabei von der elektrischen Leitfähigkeit des Werkstoffes ab.

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