PSTproducts` EMPT

Wo Lorentzkräfte sinnvoll walten

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Einfache Implementierung von EMPT

Die Spulen von PSTproducts sind für eine Lebensdauer von maximal 2 Mio. Pulsen ausgelegt. Der Feldformer dient dabei in erster Linie zur Homogenisierung des magnetischen Feldes, zur Konzentration der Feldlinien auf den Umformbereich und zur mechanischen Entlastung der Spule selbst. Darüber hinaus lässt sich damit eine Spule mit geringem Aufwand an neue Geometrien anpassen. Bei Bedarf kann der Feldformer in weniger als zwei Minuten gewechselt werden. Das Besondere der Pulsgeneratoren von PSTproducts ist jedoch die integrierte Prozessüberwachung. Sie analysiert den Stromverlauf jedes einzelnen Pulses und gewährleistet, dass sich der Entladestrom auch bei Änderung der Umgebungsbedingungen innerhalb eines spezifizierten Prozessfensters bewegt. Die Steuerungstechnik der Psxx-Baureihe erlaubt so die Einbindung der Pulsgeneratoren in automatisierte Produktionslinien.

Die während des EMPT-Prozesses auftretenden hohen Ströme benötigen auch keine speziellen Strom-​anschlüsse oder außergewöhnliche Installationsarbeiten. Weil die Ströme durch stoßartige Entladung der Kondensatoren im Pulsgenerator erfolgen, benötigt man nur zum Laden der Kondensatoren einen üblichen 380-V/32-A-Netzanschluss. Bei EMPT-Anlagen kleiner Leistung können auch schon 230 V ausreichen.

Tauglich für die Massenfertigung

Die von PSTproducts entwickelte, patentierte Spule zum multiplen Formen und Fügen erlaubt es, gleichzeitig mehrere Bauteile mit nur einem Puls zu bearbeiten. So ist es möglich die bauteilbezogenen Umform-/Fügekosten drastisch zu senken. Die Fertigung mehrerer Bauteile in einem Puls verlängert die Wartungsintervalle des Pulsgenerators und der Spule, weil dabei der Verschleiß maßgeblich von der Zahl der abgegebenen Pulse abhängig ist.

Die EMPT-Anlagen taugen für die Massenfertigung, weil sich mehrere Baugruppen parallel bearbeiten lassen. Die Werkzeugkosten sind – verglichen mit heutigen Umformwerkzeugen – ausgesprochen niedrig. Die Umrüstung der Maschine auf ein anderes Produkt klappt schnell, günstig und ohne großen Aufwand, denn es werden nur die inneren Werkzeuge und die Feldkonzentratoren getauscht.

Gesteigerte Produktqualität

So kann EMPT teilweise das Tiefziehen, Walzen, Löten, Schweißen und Kleben in Hinblick auf Produktionskosten und Produktqualität ersetzen. Weil die magnetische Kraft fast ungehindert durch Materialien wie Glas, Keramik und Kunststoff wirkt, lassen sich EMPT-Prozesse auch unter Vakuum, Schutzgasatmosphäre oder Reinstraumbedingungen nutzen. Außerdem brauchen EMPT-Anlagen keinen mechanischen Kontakt zum Werkstück, weshalb weder Oberflächenverunreinigungen noch Abdrücke dem Produkt schaden können. Generell besitzen diese Anlagen eine leistungsfähige Steuerung mit entsprechenden Schnittstellen zur Kommunikation mit SPS und Robotern. So lassen sich die Einzelanlagen in eine Industrie-4.0-Umgebung integrieren. Die Visualisierung, Bedienung und Schnittstellen laufen über einen Windows-Industrie-PC. MM

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