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Serviceroboter

Workerbot avanciert zum Lieblingsverkäufer

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Roboter Alex hat in seinem Workerbotkiosk bei Conrad Electronic in Berlin den Dienst aufgenommen und verkauft dort rund um die Uhr gängige Conrad Artikel.

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Unermüdlich im Einsatz: Roboter Alex verkauft in der Filiale Schöneberg rund um die Uhr ausgesuchte Produkte aus dem Conrad-Sortiment.
Unermüdlich im Einsatz: Roboter Alex verkauft in der Filiale Schöneberg rund um die Uhr ausgesuchte Produkte aus dem Conrad-Sortiment.
(Bild: MIKA-fotografie | Berlin)

Seit diesem Jahr hat Conrads erster Serviceroboter Werner einen großen Bruder: Roboter Alex, der in einem rund um die Uhr zugänglichen Bereich zum neuen Lieblingsverkäufer von Nachtschwärmern, Touristen und Technikfans mausert. Der Neue im Team ist zudem in der Lage, Gefühle zu zeigen, indem er rund zwölf verschiedene Mimiken darstellt - von Herzblick über Zwinkern und sich schlafend stellen bis hin zu einem leicht verwirrten Gesichtsausdruck. Aber meistens strahlt Alex – geduldig, freundlich und zuvorkommend.

„Insgesamt können wir derzeit 36 Plätze im Roboter-Kiosk mit verschiedenen Produkten befüllen“, erklärt Filialleiter Jochen Mädler. Konkret heißt das: Der Kunde steht vor dem Conrad-To-Go-Terminal, wählt am Touchscreen sein Wunschprodukt, legt dieses in den Warenkorb und schließt den Zahlvorgang mit Kreditkarte, EC-Karte oder Barzahlung ab. Anschließend folgt Alex großer Auftritt: Mit seinen Greifarmen schnappt der Roboter sich den gekauften Artikel und legt ihn auf dem Ausgabeband ab.

Workerbot im Schaufenster

Matthias Krinke, Entwickler von Alex, Roboterpionier und Geschäftsführer von pi4_robotics: „Ich freue mich sehr, dass wir Conrad Electronic für den Einsatz unseres Workerbots gewinnen konnten. Denn wo könnte ein Roboter eine bessere Heimat finden als im Schaufenster eines ausgewiesenen Technik-Experten?“

Mit rund 50 Mitarbeitern ist sein Unternehmen mit Sitz in Berlin einer der führenden Hersteller von Robotern, Prüfautomaten und Bildverarbeitungssystemen, der mit Robotern wie Alex bereits die 4. Generation Workerbots auf den Markt bringt. Und das Ende der Digitalisierung im Robotikbereich ist längst nicht erreicht. Als nächsten Schritt streben Krinke und sein Team an, künftig auch „Click and collect“-Einkäufe via Internet zu ermöglichen, bei denen die online bestellte Ware mithilfe des Roboters rund um die Uhr vor Ort am Kiosk abgeholt werden kann.

„Unser Ziel ist es, Maschinen zu entwickeln, die Mensch und Umwelt nützen, nicht schaden“, erläutert Krinke seine Philosophie. „Außerdem kann man nicht alles den Robotern überlassen, ganz einfach deshalb, weil sie nicht alles können.“ Zu individuellen Anliegen beraten beispielsweise oder empathisch auf die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden eingehen. Dementsprechend brauchen Alex Kollegen in Schöneberg auch keine Sorge haben, dass der humanoide Kollege ihre Arbeitsplätze bedroht. Ganz im Gegenteil: „Alex bringt Stimmung ins Team und ist bereits jetzt voll akzeptiert“, bestätigt Mädler. Dank Workerbotkiosk hat das Team der Filiale also noch mehr Zeit, sich auf die Kundenberatung zu fokussieren.

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