Arbeitsmarkt Zustimmung für gegenderte Stellenanzeigen sinkt

Quelle: Pressemitteilung Königsteiner 2 min Lesedauer

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Der Wunsch nach einer gegenderten Ansprache in einer Stellenanzeige nimmt ab. Das zeigt die aktuelle Bewerber-Umfrage der Königsteiner Gruppe. Genaue Zahlen und mögliche Gründe für diese Entwicklung finden Sie hier.

Nur noch ein Viertel der Bewerbenden wünschen sich eine gegenderte Ansprache in Stellenanzeigen.(Bild:  gopixa - stock.adobe.com)
Nur noch ein Viertel der Bewerbenden wünschen sich eine gegenderte Ansprache in Stellenanzeigen.
(Bild: gopixa - stock.adobe.com)

Die überwiegende Mehrheit der Bewerber in Deutschland legt keinen Wert auf gegenderte Sprache in Stellenanzeigen. Dieses Ergebnis zeigt die aktuellen Bewerber-Studie „Stellenanzeigen 2023“ der Königsteiner Gruppe.

Insgesamt wurden 1.026 Bewerber befragt, wie wichtig ihnen eine gegenderte Ansprache in Stellenanzeigen ist. Auf diese Frage antworteten

  • 45 Prozent, dass sie sich wünschen, dass der Arbeitgeber darauf verzichtet,
  • 29 Prozent ist dieser Aspekt im Rahmen ihrer Jobsuche egal,
  • und 25 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Arbeitgeber gendern sollen.

Die Zahl der Befürworter sank in den letzten zwei Jahren um 13 Prozent. 2021 stimmten noch 38 Prozent dafür, dass Arbeitgeber eine gegenderte Ansprache verwenden.

Gegner des Genderns

Diejenigen, die sich gegen die neutrale Sprache wenden, haben klare Argumente für ihre ablehnende Haltung. So geben fast drei Viertel von ihnen (74%) an, dass sie genervt sind von der allgemeinen Diskussion zum Thema. 57 Prozent stört der fehlende Lesefluss und 49 Prozent bemängeln das ungelenke Sprachbild.

„Diversität und Vielfalt sind zweifellos sehr wichtige Werte – gerade und vor allem für Arbeitgeber“, so Nils Wagener, Geschäftsführer der Königsteiner Gruppe. Er weist jedoch darauf hin, dass die Diskussion über gegenderte Stellenanzeigen den Sinn und Zweck der Mitarbeitersuche verfehlt.

Vielmehr gehe es darum, dass gefragte Talente inhaltlich überzeugt werden. Das funktioniere beispielsweise durch gute Arbeitgeberleistungen, überzeugende Anforderungsprofile und schlüssige Vorstellung der beruflichen Aufgaben.

Diese Einschätzungen bestätigen Zahlen der Studie: 44 Prozent der Befragten erwägen auf die Bewerbung zu verzichten, weil sie sich nicht gegenderte Stellenanzeigen wünschen.

Befürworter sehen ein Zeichen von Vielfalt

Befürworter der geschlechterneutralen Sprache in Stellenausschreibungen nennen auch klare Gründe für ihre Entscheidung. Aus ihrer Sicht stehen Arbeitgeber für mehr Diversität und Vielfalt (61%). Das Sprachbild sei schlicht zeitgemäß (60%) und niemand fühle sich ausgeschlossen (53%).

Insgesamt favorisieren 25 Prozent der Befragten das Gendern in Stellenanzeigen. 34 Prozent davon sind junge Bewerbende zwischen 18 und 29 Jahren – eine überdurchschnittlich hohe Zahl. Wohingegen sich das Votum der Frauen mit 24 Prozent im allgemein durchschnittlichen Rahmen bewegt.

Über die Studie

Das Marktforschungsinstitut bilendi hat 1.026 Beschäftigte für die Studie „Stellenanzeigen 2023“ im Auftrag der Königsteiner Gruppe befragt. Diese müssen sich in den letzten 12 Monaten mindestens einmal bei einem Arbeitgeber beworben haben. Der Befragungszeitraum lag im Mai 2023. Der weibliche Anteil der Befragten lag bei 51 Prozent, der männliche bei 48 Prozent. Das Durchschnittsalter betrug 39,8 Jahre.

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