Rückblick 2020 38.000 Stellen weniger im Maschinenbau

Redakteur: Melanie Krauß

Der VDMA rechnet 2020 mit einem Rückgang von insgesamt 38.000 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. Der Maschinen- und Anlagenbau bleibt jedoch auch weiterhin größter industrieller Arbeitgeber.

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Bis zum Jahresende soll die Zahl der Beschäftigten im Maschinen- und Anlagenbau laut VDMA auf 1,025 Mio. sinken.
Bis zum Jahresende soll die Zahl der Beschäftigten im Maschinen- und Anlagenbau laut VDMA auf 1,025 Mio. sinken.
(Bild: ©LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com)

Auch während der Coronakrise halten die mittelständischen Betriebe im Maschinen- und Anlagenbau so lange wie möglich an ihren Fachkräften fest. Im September beschäftigte der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland 1,029 Mio. Menschen (Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten). Der Rückgang von 34.000 Stellen im Vergleich zu Dezember 2019 ist vergleichsweise moderat. Bis Jahresende wird die Beschäftigtenzahl nach Schätzungen der VDMA-Volkwirte auf rund 1,025 Mio. sinken, ein Rückgang von 38.000 Stellen zum Vorjahr. Damit bleibt der Maschinen- und Anlagenbau weiterhin größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland.

In der Krise habe sich das Kurzarbeitergeld – neben den anderen staatlichen Hilfsprogrammen – wieder als sehr erfolgreiches Instrument bewährt, betonte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes. „Aber der Zwang zur Veränderung wird drängender und verlangt nach Antworten, schon um die Verschleppung struktureller Anpassungen zu verhindern.“

Umso wichtiger sei es daher, dass die Unternehmen so schnell wie möglich eine perspektivische Exit-Strategie aus der aktuellen Sondersituation erhalten. „Es darf weiterhin zu keinem Lockdown der Industrie kommen! Kitas und Schulen müssen so weit wie möglich offen bleiben, berufliche Reisen müssen wieder mit wenig bürokratischem Aufwand möglich sein“, so Haeusgen.