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Kluft zwischen 3D-Druck und Serienfertigung ist überbrückbar

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Ideal: Gedruckte Form plus Manueller Spritzguss

Damit man das Maximum an Effektivität bei der Bauteilentwicklung herausholen kann, sollte man die Spritzgussform additiv herstellen und die ersten Bauteile per manuellem Spritzguss fertigen, wie Eckloff empfiehlt. Das sei kein größeres Problem, denn in vielen Entwicklungsabteilungen stünden SLA-3D-Drucker heutzutage sowieso schon parat. Diese ermöglichen bekanntlich auch die Herstellung hochauflösender Formeinsätze innerhalb weniger Stunden. In Verbindung mit dem manuellen Spritzguss entsteht so ein durchgängiger Prozess aus CAD-Modellierung, 3D-Druck der Form und schließlich den ersten Spritzgussteilen aus Serienmaterial. Die Bauteile, so Eckloff zu den Vorteilen, können dann nicht nur geometrisch sondern auch funktional und materialgerecht bewertet werden.

Manueller und klassischer Spritzguss im Vergleich

Den Hauptvorteil, wenn man bei der Bauteilentwicklung zum manuellen Spritzguss greift, liegt in der Zeitersparnis im Vergleich zum Serienspritzgießen. Denn die Aufheizzeit mit Form beim manuellen Spritzguss dauert nur circa sieben Minuten und die Herstellung von 5 bis 50 Bauteilen mit einem Materialaufwand von nur wenigen Gramm Kunststoff nimmt nur zwischen 10 und 15 Minuten in Anspruch, so Eckloff. Anders sieht es beim klassischen Spritzguss aus, wo die Rüst-, Aufheiz- und Einfahrzeit bereits mit Stunden zu beziffern ist. Der Materialverbrauch erreicht Kilogrammwerte und der dahinterstehende personelle und organisatorische Aufwand ist unvergleichlich höher. Und auch in puncto Werkzeugkosten gibt es einen gravierenden Unterschied. Denn die gedruckte Form kostet höchstens zwischen 15 und 150 Euro an Material, aber ein übliches Spritzgießwerkzeug verschlingt mindestens 1.800 Euro.

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Laut Eckloff bleiben die Regeln des klassischen Spritzgießens aber bestehen, wenn es um additiv gefertigte Formen geht. Das heißt, man braucht Entformungsschrägen, richtig positionierte und dimensionierte Angusskanäle, ausreichende Entlüftung und die passende Oberflächenbeschaffenheit der Kavität. Deshalb, mahnt der Experte, ist es von großer Wichtigkeit, die üblichen Werkzeugbaukenntnisse zu haben und anzuwenden, damit keine Fehler passieren.

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