Mach`s wie die Töpferwespe! Igus-Kunststoff hilft beim 3D-Druck von Häusern aus Lehm

Quelle: Igus 2 min Lesedauer

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Günstigen Wohnraum in Regionen zu errichten, die nicht so leicht zu erreichen sind, kann per 3D-Druck von Wasp erledigt werden. Doch ohne Kunststoff-Know-how von Igus geht das nur schlecht ...

Dieses nach einem Bienenkorb aussehnde Gebilde ist ein Haus aus Lehm. Das Besondere ist, dass es von einem Groß-3D-Drucker aus Italien hergestellt wurde. Damit der Drucker von Wasp auch lange läuft, gleiten seine beweglichen Teile auf Igus-Polymer mit Trockenschmierung ...(Bild:  Igus)
Dieses nach einem Bienenkorb aussehnde Gebilde ist ein Haus aus Lehm. Das Besondere ist, dass es von einem Groß-3D-Drucker aus Italien hergestellt wurde. Damit der Drucker von Wasp auch lange läuft, gleiten seine beweglichen Teile auf Igus-Polymer mit Trockenschmierung ...
(Bild: Igus)

Ein modularer Großformat-3D-Drucker namens Crane Wasp des italienischen Unternehmens Wasp kann über die additive Fertigung von Lehm für bezahlbaren Wohnraum sorgen. Dabei hat man sich von der Natur abgeschaut, wie das die Töpferwespe erledigt. Damit entstand zum Beispiel das Tecla-Haus im italienischen Massa Lombarda – das weltweit erste 3D-gedruckte, kuppelförmige Gebäude, das nur aus einer Mischung aus Erde und Wasser hochgezogen wurde. Doch die Druckarbeit findet zwangsweise unter schädigendem Einfluss von Schmutz und Staub aller Art statt, was die Zuverlässigkeit mit der Zeit beeinträchtigt.

Ein Haus kann in nur etwa vier Tagen aus Lehm gedruckt werden – aber ...

Der 3D-Drucker besteht aus einer Hauptdruckereinheit, die in verschiedenen Konfigurationen zusammengesetzt werden kann. Die Druckfläche einer einzelnen Einheit hat einen Durchmesser von 8,2 Metern und eine Höhe von 3,2 Metern, wie man weiter erfährt. Der Crane Wasp arbeitet mit einem vertikalen Hubmast und einem höhenverstellbaren Ausleger, der um 360 Grad schwenkbar ist. Auf dem Ausleger verfährt horizontal ein Extruder, der aus Lehm dann schichtweise die Wände des Gebäudes hochzieht. Ein Prozess, der beim Tecla-Haus 200 Stunden dauerte und deshalb für die Komponenten des 3D-Druckers eine erhebliche Belastung bedeutete. Besonders beansprucht sind demnach die Lagerstellen, über die sich der Druckkopf stundenlang auf dem Z-Ausleger bewegt. Das Wasp-Team erkannte aber bald das Risiko, dass der Staub den Schmierfilm in Metalllagern zerstört, mechanischen Abrieb verursacht und damit Verschleiß und Ausfall drohen. Deshalb suchte man eine gegen Schmutz resistente Alternative zu den herkömmlichen Metalllagern. Bei Igus wurde man schließlich fündig.

Trockenlaufeigenschaften sparen Zeit und Geld beim Häuserdrucken

Denn die Italiener entschieden sich schließlich für „drylin R JUM-01-50“-Gleitsystgeme aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur J. Der Schlitten mit dem Druckkopf gleitet dabei über dieses Folienmaterial auf den Aluminiumstreben des Auslegers. Die Besonderheit ist hier, dass kein Schmierfett erforderlich ist, denn Igus integriert in den Hochleistungskunststoff Festschmierstoffe, die sich im Betrieb freisetzen und über Jahre einen problemlosen Trockenlauf ermöglichen. Mithilfe dieser Gleitfolien ist die Mechanik des 3D-Druckers nun nicht nur schmutzresistenter und ausfallsicherer, denn es sind auch keine Schmierarbeiten mehr erforderlich. Dadurch entfallen zeitaufwändige Wartungsarbeiten und die Betriebskosten im täglichen Einsatz werden gesenkt, wie Igus betont.

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