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3D-Kunststoffdruck

3D Systems baut Auftragsfertigung in Europa aus

| Autor: Simone Käfer

Im italienischen Pinerolo hat 3D Systems sein Werk für die Auftragsfertigung ausgebaut. Zur Eröffnung kamen rund 100 Gäste aus Europa.

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Im italienischen Pinerolo hat 3D Systems in seine On-Demand-Fertigung investiert. Das Werk liefert europaweit.
Im italienischen Pinerolo hat 3D Systems in seine On-Demand-Fertigung investiert. Das Werk liefert europaweit.
(Bild: © Salt & Lemon Srl)

Denn das auf Kunststofffertigung spezialisierte Werk liefert europaweit. Zur Auswahl stehen die additiven Verfahren SLA (Stereolithografie) und SLS (selektives Lasersintern). Aber es werden auch Aufträge auf Zerspanungs- und Spritzgussmaschinen sowie im Vakuumguss bearbeitet. 2010 übernahm 3D Systems den 1994 gegründeten Auftragsfertiger für Rapid Prototyping Provel. Nun hat man mehreren Millionen US-Dollar investiert, um die Kapazitäten des Werks über 50 % zu steigern.

In Pinerolo stehen die SLA-Maschinen Pro-x 800 und 950. Stereolithografie wird eingesetzt, wenn die Oberfläche des Bauteils im Fokus steht, wie bei Automotive- und Dentalanwendungen oder Spielzeugen. Besonders beeindruckt hat in dem SLA-Raum die deutschen Besucher ein Scheinwerferglas für Autos. Hergestellt wurde es mit dem Werkstoff Accura Clearvue, der nach dem Druck durch Schleifen und Lackieren seine Transparenz erreicht. Laut Mitarbeitern bleibt das Material danach transparent und verfärbt sich nicht gelblich. Für kleinere Bauteile und schnellere Aufträge stehen drei Figure 4 bereit. Sie arbeiten im DLP-Verfahren (Digital Light Processing). Dabei wird das zu verfestigende Harz nicht punktuell belichtet, sondern eine ganze Schicht auf ein Mal. In einem weiteren Raum befinden sich die SLS-Anlagen S-Pro 230. 3D Systems rät zum Lasersintern, wenn schlagfeste Oberflächen gefragt sind. Als Werkstoff wird hauptsächlich PA verwendet, unter anderem mit Glasfasern. Nach dem Druck werden die Bauteile per Hand aus dem losen Pulver geholt, um dann in einer Blasmaschine von Pulverrückständen befreit zu werden.

Und wie viel investiert 3D Systems in Deutschland? „Zur Formnext 2018 hat unser neues Kunden-­Innovationszentrum für Europa in Mörfelden seinen Betrieb aufgenommen“, erklärt Herbert Koeck, EVP bei 3D Systems. „Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir für 2019 nicht, ein Werk für On-Demand-Fertigung in DACH zu eröffnen.“

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group