40 Jahre Kunststoffmuseum Rund 22.000 Exponate machen Kunststoffgeschichte erlebbar

Quelle: Messe Düsseldorf 3 min Lesedauer

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Der Kunststoff-Museums-Verein e. V. feiert nun sein 40-jähriges Bestehen. Das Deutsche Kunststoffmuseum in Oberhausen zeigt die technische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Polymere ...

Das ist kein Hörgerät, sondern ein ganz kleines Radio, das man sich an die Ohrmuschel stecken konnte. Es stammt aus dem Jahre 1969 und wäre ohne den Kunststoff Polystyrol (PS) kaum erschwinglich gewesen. Zu sehen, im Deutschen Kunststoffmuseum, das nun 40 Jahre alt ist.(Bild:  Panasonic / J. Hoffmann)
Das ist kein Hörgerät, sondern ein ganz kleines Radio, das man sich an die Ohrmuschel stecken konnte. Es stammt aus dem Jahre 1969 und wäre ohne den Kunststoff Polystyrol (PS) kaum erschwinglich gewesen. Zu sehen, im Deutschen Kunststoffmuseum, das nun 40 Jahre alt ist.
(Bild: Panasonic / J. Hoffmann)

Kaum eine andere Werkstoffklasse hat vor allem seit dem Zweiten Weltkrieg die Welt so geprägt und verändert, wie die Kunststoffe, zu denen wieder schmelzbare Thermoplaste, nicht wieder schmelzbare Duromere und die Elastomere – also gummiartige Kunststoffe respektive Naturkautschuk – gehören. Ganz abgesehen von Polymersystemen, die sich eigenschaftsmäßig zwischendrin bewegen. Kunststoffe stehen für Innovation, Gestaltungskraft und gesellschaftlichen Wandel. Seit über 150 Jahren aber schon prägen polymere Werkstoffe neuartige Produktdesigns, und haben innovative Produktionsverfahren nötig gemacht. Die Produkte verbessern den Alltag bis heute. Diese Entwicklung zu dokumentieren, wissenschaftlich zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen, ist seit vier Jahrzehnten die Aufgabe des Kunststoff-Museums-Vereins e. V. (KMV), des Trägers des Deutschen Kunststoffmuseums.

Kunststoffmuseum und Messe K gehören zusammen

Gegründet wurde der Verein 1986 von Vertretern aus Wissenschaft, Kunststoffindustrie und Anwenderkreisen. Ihr Ziel war es, die wissenschaftliche, technische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der damals noch relativ jungen Werkstoffklasse, die damals schon längst in Massen verarbeitet wurde, sichtbar zu machen und bedeutende Zeugnisse ihrer Geschichte für kommende Generationen zu bewahren. Die Verbindung zur Kunststoff-Weltleitmesse K, die alle drei Jahre in Düsseldorf stattfindet, ist dabei historisch gewachsen. Bereits im Gründungsjahr machte der Kunststoff-Museums-Verein auf der damaligen K mit historischen Objekten auf sich aufmerksam und ist seitdem regelmäßig auf dieser bedeutenden Industriemesse vertreten.

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Kunststoffsammlung bedeutet Multi-Themen-Historie

Heute umfasst die Sammlung des Deutschen Kunststoffmuseums, wie oben schon berichtet, rund 22.000 Objekte. Das Spektrum reicht von frühen Exponaten aus Celluloid und Bakelit über Haushaltswaren, Elektrogeräte, Telefone, Kameras, Spielzeug, Möbel und Designklassiker bis hin zu Materialproben, Mustersammlungen, Dokumenten und Zeugnissen der Kunststoffverarbeitung. Damit ist in vier Jahrzehnten eine der bedeutendsten Sammlungen zur Kunststoffgeschichte in Deutschland entstanden, wie die Protagonisten betonen. Und vor allem die alltäglichen Dinge machten den besonderen Wert der Sammlung aus. Sie erzählen schließlich von technischen Möglichkeiten ihrer Zeit, von industriellen Entwicklungen, von Konsumkultur und von veränderten Lebenswelten. Kunststoffgeschichte ist damit weit mehr als Werkstoffgeschichte – Sie ist zugleich Industrie-, Design-, Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte.

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