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In vielen Bereichen der Schwerindustrie, wie Stahlwerken und Stahl verarbeitenden Betrieben, sind S5-Systeme im Einsatz. Heterogen aufgebaute Anlagen und Anlagen mit Sonderbaugruppen erlauben keine einfache Modernisierung. Deshalb arbeitete in diesem Beispiel die Produktionsanlage noch mit dem Simatic-S5-SPS-System 155U mit einer CPU vom Typ 948B, der Grundbaugruppe CP581-0EB12 und einem Massenspeicher CP58-2LA11. Beide Visu-Komponenten hatten eine begrenzte Laufzeit, die nur unter hohem Aufwand anzupassen sind. Dazu waren Erweiterungsracks mit digitalen I/O-, Relais- und analogen Ausgangskarten angebunden, für die es schwierig ist, Ersatzteile zu beschaffen, und deren Reparatur sehr kostenintensiv ist. Zudem ließ die Struktur der CPU 948 mit 1,6 MByte von Siemens eine einfache Portierung auf etwa eine Basis-S7-400 und eine (Neu-)Inbetriebnahme nicht zu.
Modernisierungsziele werden mit dem Unternehmen festgelegt
Deshalb legte das Unternehmen zusammen mit ABC IT folgende Modernisierungsziele fest: Die CPU 948 sollte durch eine X-CPU-2 ersetzt werden, um die Systeme Step5 und 7 programmierbar zu machen. Außerdem mussten eine neue Visu WinCC implementiert, die alte CP 581 inklusive Störmeldedrucker abgeschaltet und die Erweiterungsracks durch moderne Feldbuskomponenten wie Profibus, Profinet und Ethercat ersetzt werden. Genauer gesagt, sollten die digitalen I/O-, Relais- und Analogkarten durch Module wie das Siemens ET200 erneuert werden. Zudem beinhaltete die Zielsetzung die Abschaltung des Sinec-L2-Buses und des direkten Erweiterungsbuses. Insgesamt sollte die Anlage auf diese Weise zukunftssicherer gemacht werden, ohne dass es zu Stillstandszeiten kommen durfte, die in diesem Fall einen Produktionsausfall in Höhe von rund zwei Mio. Euro verursacht hätten. Dies wurde durch die fachgerechte Umstellung auch realisiert.
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