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Bohrtechnik Auch schwächere Maschinen können jetzt groß Bohren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit dem Volcut bringt Wohlhaupter einen Wendeschneidplatten-Halter, der zu Bohren und Vorbearbeiten von Bohrungen dient. Das klappt auch bei Anlagen, die für den Zirkularfräser zu schwach sind.

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Mit dem Volcut-Plattenhalter von Wohlhaupter spart man beim Bohren von Durchmessern bis 70 mm ordentlich Zeit ein. Das Gute: Auch schwächer Maschinen kommen mit dem Neuling klar.
Mit dem Volcut-Plattenhalter von Wohlhaupter spart man beim Bohren von Durchmessern bis 70 mm ordentlich Zeit ein. Das Gute: Auch schwächer Maschinen kommen mit dem Neuling klar.
(Bild: Wohlhaupter)

Insbesondere bei hohen Aufmaßen bis maximal 70 mm Durchmesser spiele der Volcut seine Vorteile aus, heißt es. Das neue Aufbohrkonzept vereint dabei die Vorzüge des modularen Aufbaus der Wohlhaupter-Werkzeuge mit den effizienten Bohrsystemen der Muttergesellschaft Allied Machine.

Der Volcut-Plattenhalter kann unter hohen Schnittgeschwindigkeiten eingesetzt werden, und sorgt so für kurze Bearbeitungszeiten inklusive einer ausgezeichneten Spankontrolle – auch bei langspanenden Materialien, betont der Hersteller. Das optimale Verhältnis von Vorschub und Schnittgeschwindigkeit ließe in puncto Oberflächenqualität keine Wünsche offen. Der geringen Schnittdruck, den die Wendeschneidplatten ausüben ist der Grund, warum auch relativ Leistungsschwache Maschinen das Werkzeug verwenden können. Und wegen der Wohlhaupter Standardkerbzahnkörper und der MVS-Verbindungsstelle lässt sich das Bohrwerkzeug auch noch modular aufbauen. Diese Kerbverzahnung, die von Wohlhaupter stammt, garantiert maximale Haltbarkeit und Stabilität beim Bohren.

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Aufbohrprozess pro Loch von 10 auf 2 Minuten verkürzt

Die Vorteile des Volcut-Plattenhalters lassen sich am besten an einem Beispiel aufzeigen, wie Wohlhaupter meint: So etwa anhand eines Bauteils aus unlegiertem Baustahl (ST52-3), in das eine Bohrung von 80 mm Durchmesser auf 124,5 mm aufgebohrt werden soll. Dafür setzte der Anwender zunächst einen Zirkularfräser ein, der aber die Maschine an ihre Leistungsgrenze brachte. Abhilfe schafften aber die Volcut-Plattenhalter, heißt es.

Das radiale Aufmaß von 22,25 mm wird mit ihnen in nur einem Arbeitsgang aufgebohrt. Mit den Wendeschneidplatten wird ein Vorschub von 0,10 mm pro Umdrehung bei einer Schnittgeschwindigkeit von 200 m/min erreicht. „Im Vergleich zum Zirkularfräsen können wir mit den Volcut-Plattenhaltern die Bearbeitungszeit auf 2 min pro Bohrung reduzieren und sparen im Vergleich zum Zirkularfräser gut 80 % Zeit ein. Auch ist die Leistungsaufnahme der Maschine geringer und der gesamte Prozess somit deutlich maschinenschonender als die bisher übliche Zirkularbearbeitung“, erklärt der Wohlhaupter-Produktmanager Axel Wagner.

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