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Zerspanung

Auma Riester senkt mit AMF-Technik Rüstzeiten bis zu 90%

16.06.2010 | Redakteur: Bernhard Kuttkat

Bild 1: Für jedes Teil wird das effizienteste Spannverfahren gewählt. Bild: AMF
Bild 1: Für jedes Teil wird das effizienteste Spannverfahren gewählt. Bild: AMF

Häufig wird nicht entschlossen genug gegen hohe Rüstzeiten vorgegangen. Wer sie akzeptiert, verschenkt leichtfertig Potenzial zur Produktivitätssteigerung, so der Spannmittelspezialist Andreas Maier GmbH & Co. KG (AMF) in Fellbach. Anstrengungen und Aufwand einzelner Maßnahmen bringen zwar Erfolge, aber erst durch einen systematischen Angriff über ganze Bereiche lassen sich die unproduktiven Nebenzeiten nachhaltig in die Knie zwingen.

Die Auma Riester GmbH & Co. KG, Hersteller von elektrischen Stellantrieben in Müllheim, geht mit Unterstützung der AMF-Spannexperten die Rüstzeitreduzierung systematisch an und verbessert die Produktivität in der Schwer- und Leichtzerspanung drastisch.

Das Einrichten einer personalintensiven dritten Schicht kann so noch warten. „Wir haben von der Geschäftsleitung die klare Vorgabe, die Rüstzeiten drastisch zu senken und dadurch die Produktivität der vorhandenen, neuen Maschinen deutlich zu erhöhen“, berichtet Benjamin Scheilin, verantwortliche für den Betriebsmittelbau bei Auma Riester. „Seit wir entdeckt haben, welches Potenzial da drinsteckt, macht es richtig Freude, den zu hohen Rüstzeiten auf den Grund zu gehen und Verbesserungen zu installieren“, so Scheilin.

Für jedes Teil das richtige Spannmittel

Das Spannen der Werkstücke wird nun konsequent optimiert. „Natürlich ist es zunächst anstrengend, sich systematisch mit dem Thema zu beschäftigen. Aber Schnellschüsse bringen keine nachhaltige Wirkung“, versichert Scheilin. Zunächst wurden sämtliche Spannvorgänge im Haus genau untersucht und dann für jedes Teil das effizienteste Spannverfahren gewählt. „Dabei haben uns die Experten von AMF hervorragend unterstützt.“

Werkstückwechsel in Boxenstopp-Manier

Verbesserungen waren sofort messbar: „Die Rüstzeit eines großen Gussgehäuses beispielsweise, bei dem durch Schwerzerspanung 3 kg Späne abgehoben werden, haben wir von 55 auf 18 min gesenkt.“ Was früher händisch und mit mechanischen Spannsystemen zeitaufwendig war, wird heute auf Wechselvorrichtungen mit Nullpunktspannsystemen in Verbindung mit hydraulischer Spanntechnik in einem Bruchteil der Zeit erledigt – fast wie ein Formel-1-Boxenstopp.

Große Produktvielfalt

Die Produktvielfalt stellt höchste Anforderung an Fertigungsplanung. Die durchschnittliche Losgröße der ausschließlich auf Bestellung gefertigten Produkte liegt bei unglaublichen 1,4. Um trotzdem wirtschaftlich produzieren zu können hat man die Produktreihen komplett modularisiert und so die zu fertigenden Einzelteile auf eine überschaubare Anzahl reduziert.

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