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Impuls-Studie

Ausbildung im Maschinenbau erhält Traumnoten

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die duale Ausbildung im deutschen Maschinenbau kommt bei den Jugendlichen laut einer Studie der Impuls-Stiftung sehr gut an. 95 % aller Auszubildenden sind mit ihrer Ausbildung zufrieden und würden ihren Beruf und ihr Ausbildungsunternehmen weiterempfehlen.

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Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der Wittenstein AG: „Die Schüler wollen wissen, wie sich die technischen Berufe anfühlen, was sie konkret in der Ausbildung erwartet. Lehrer und Berufsberater können das kaum leisten, da sind wir aus der Praxis gefragt.“
Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der Wittenstein AG: „Die Schüler wollen wissen, wie sich die technischen Berufe anfühlen, was sie konkret in der Ausbildung erwartet. Lehrer und Berufsberater können das kaum leisten, da sind wir aus der Praxis gefragt.“
(Bild: Wittenstein)

Das ist ein zentrales Ergebnis der neuen Impuls-Studie zum Nachwuchs für technische Ausbildungsberufe im Maschinenbau, die der VDMA in Frankfurt am Main vorgestellt hat. Unter den Gründen für die Aufnahme einer Ausbildung rangieren das Bedürfnis, eigenes Geld zu verdienen, und der Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit auf den vorderen Plätzen. Mit Abstand stärkster Einflussfaktor auf die Berufswahl sind Praktika.

Ausbildungsquote im Maschinenbau liegt deutlich über dem Durchschnitt im verarbeitenden Gewerbe

„Nicht die graue Theorie in den Schulen oder der Berufsberatung, sondern die Praxis in den Betrieben ist bei den Schülern gefragt“, erklärte Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der Wittenstein AG, anlässlich der Veröffentlichung der Studie. „Die Schüler wollen wissen, wie sich die technischen Berufe anfühlen, was sie konkret in der Ausbildung erwartet. Lehrer und Berufsberater können das kaum leisten, da sind wir aus der Praxis gefragt.“

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Laut Impuls-Studie wünschen sich knapp zwei Drittel der befragten Schüler, dass Unternehmen in ihre Schule kommen und technische Berufe vorstellen. Ähnlich stark nachgefragt sind auch Besuche in den Unternehmen.

Mit einer Ausbildungsquote von 6,6 % liegt der Maschinenbau deutlich über dem Durchschnitt im verarbeitenden Gewerbe. Die Branche ist mit rund 66.000 jungen Menschen wichtigster industrieller Arbeitgeber für Auszubildende. Mit 44 % beläuft sich der Anteil ausbildender Betriebe ebenfalls weit über dem Mittel im Verarbeitenden Gewerbe.

Trend zur Akademisierung hat Wurzeln auch an Schulen

„Der rasante Trend hin zum Studium hat seine Ursache auch in den Schulen“, betonte Wittenstein. „Oftmals verbleiben die Schüler unreflektiert im Schulsystem – sei es durch eigene Unkenntnis über berufliche Alternativen oder durch entsprechende Beeinflussung durch die Lehrer“. Neben vermeintlich besseren Karriereaussichten und einem höheren gesellschaftlichen Ansehen wollte aber auch jeder fünfte befragte Schüler aus Planlosigkeit eine weiterführende Schule besuchen.

„Die Schüler müssen möglichst selbstständig und informiert entscheiden können“, so Wittenstein. „Dafür brauchen sie den Kontakt mit der betrieblichen Wirklichkeit – Berührungsängste zwischen Schulen und Unternehmen sollten endgültig der Vergangenheit angehören.“ So kann auch mit den teils grotesken Vorurteilen aufgeräumt werden, die Schüler von technischen Berufen haben.

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