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Zerspanung

Auskammerwerkzeug sorgt beim Nutstechen für sichere Spanabfuhr

| Autor / Redakteur: Stefan Geng / Rüdiger Kroh

Bild 1: Das Auskammerwerkzeug ist so konzipiert, dass bei einem Rundlauf eine Schneide außen die Nut schneidet und die andere innen.
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Bild 1: Das Auskammerwerkzeug ist so konzipiert, dass bei einem Rundlauf eine Schneide außen die Nut schneidet und die andere innen. (Bild: Vegu/Feri)

Optimal an die Anwendung angepasst wurde ein Auskammerwerkzeug mit zwei auswechselbaren, 5 mm breiten Schneidplatten. Weil der Schnittdruck besser verteilt wird, haben die Schneiden eine längere Standzeit. Eine schlanke Halterlösung ohne die sonst übliche Pratze sorgt für ungehinderten Spanabfluss.

Auf die Lohnfertigung im Drehen hat sich die in Eibiswald südlich von Graz ansässige Vegu Präzisionsdrehteile GmbH spezialisiert. Als Zulieferer von Elektromagnetherstellern, Maschinenbauern und Automobilzulieferern bieten die Österreicher ein breites Leistungsspektrum an Drehteilen von 1 bis 80 mm Durchmesser. Jährlich verlassen die Werkshallen rund 30 Mio. Drehteile aus Automatenstahl, rostfreiem Stahl, Aluminium, Messing, Bronze oder Kupfer.

Sonderwerkzeuge ersetzen mehrere andere Werkzeuge

Aufgrund der vielfältigen Auswahl an Maschinen und Materialien ist es für Vegu wichtig, die richtigen Partner in Sachen Werkzeuge zu haben. Bei der Ein- und Abstechtechnik setzt man seit Jahren auf Feri. Die Problemlöser aus Fürstenfeldbruck sind seit 1972 Hersteller von besonderen Dreh- und Stechwerkzeugen, die auf die jeweiligen Kundenanforderungen hin maßgeschneidert sind. Auf der Basis eines breiten Standardwerkzeugportfolios entstehen so individuelle Werkzeuglösungen, die die wirtschaftliche Drehteileherstellung unterstützen.

Weil der Konkurrenz- und Preiskampf täglich härter wird, sucht man auch bei Vegu stetig nach Lösungen, die internen Abläufe und Prozesse zu optimieren. Das lässt sich oft nur mit Sonderwerkzeugen realisieren, die in der Lage sind, mehrere andere Werkzeuge zu ersetzen. Sie sind speziell auf die Kundenanforderungen hin maßgeschneidert und steigern die Taktzeit sowie die Fertigungseffizienz.

Auskammerwerkzeug mit zwei auswechselbaren Schneidplatten

So benötigte der Lohnfertiger ein axiales Stechwerkzeug, das eine 9 mm breite Nut, die 56 mm tief im Inneren einer Magnetbuchse gelegen ist, schnell und ohne Probleme bei der Spanabfuhr herstellen kann. Als Lösung entwickelte Feri ein Auskammerwerkzeug mit 28 mm Durchmesser und mit zwei auswechselbaren, 5 mm breiten Schneidplatten. Das Werkzeug ist so konzipiert, dass beim Rundlauf eine Schneide außen die Nut schneidet und die andere innen. So wird der Schnittdruck besser verteilt, die Schneiden werden weniger beansprucht und halten länger.

Die Werkzeugspezialisten fanden darüber hinaus eine Möglichkeit, die kleinen Platten am Halter ohne die sonst übliche Pratze auf einer 90°-Anlagefläche zu verschrauben. Das sorgt für die nötige Systemstabilität und für ungehinderten Spanabfluss. Denn gerade die sichere Spanabfuhr aus der tiefen Wirkzone ist wichtig, um prozesssicher drehen zu können.

Zielgenaue Innenkühlung direkt an der Schneide

Zusätzlich zu der schlanken Halterlösung setzt Feri Schneidplatten ein, die einen optimalen Spanbruch garantieren. Dank der zielgenauen Innenkühlung direkt an der Schneide fließen die Späne schnell und ohne Probleme ab. Vegu kann die Magnetbuchsen nun deutlich wirtschaftlicher und prozesssicherer produzieren, als dies mit früheren Werkzeugen möglich war. MM

* Stefan Geng ist Geschäftsführer der Feri Industrieerzeugnisse GmbH in 82256 Fürstenfeldbruck

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