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Modulbauweise reduziert Kosten für Technik zur Längsumformung
Kern der Lösung für die Längsumformung ist die Anwendung von flexiblen, beidseitig am Flansch des Profils angreifenden Förderriemen, die sich den gewünschten Krümmungsradien des Profils im Bereich von 1500 bis 2500 mm anpassen können. Um bei einem Prozessstillstand Materialschäden durch Überhitzung zu vermeiden, können auch bei diesem überarbeiteten Modul die Heizstrahler verfahren werden.
Die konstruktive Auslegung des Längsumformmoduls hin zu einer Universallösung für alle drei Teilpreformstränge reduziert die Modulkosten deutlich. In der Anlage befinden sich drei identisch gefertigte Längsumformmodule, bei denen nur die Förderriemen unterschiedlich montiert wurden – entsprechend dem jeweiligen Profil.
Es steht eine Trenneinrichtung zur Verfügung, um die kontinuierlich gefertigten Subpreforms in der geforderten Länge zu kürzen. Der pneumatische Vorschub ist mit dem Trennscheibenantrieb gekoppelt. Die rotierende Trennscheibe wird pneumatisch in das Preform gefahren. Sie ist komplett eingehaust. Die Einhausung mit Absaugung verhindert das Austreten von Kohlenstofffaserstaub in den Fertigungsbereich.
Faserstaub wird direkt abgeführt
Der Faserstaub wird direkt abgeführt. Die Position der Trenneinheit, die sich im Anschluss an die Längsumformeinheit befindet, lässt sich je nach Krümmungsradius verändern. Als Positioniereinheit dient ein Schlittentisch mit Kulisse, der die Trenneinheit sehr schnell in Abhängigkeit vom jeweiligen Krümmungsradius ausrichten kann. Der Verstellbereich reicht für Profilkrümmungen von 1500 bis 2500 mm.
Ein Roboter transferiert die Subpreforms nach dem Trennen nacheinander in eine Kompaktierungs- und Montagevorrichtung. Er bringt sie für die Herstellung des Gesamtpreforms (LCF-Querschnitt) zusammen. Dazu ist er mit einem besonderen Vakuumgreifer ausgestattet. Beide zusammen bilden das sogenannte Composite-Handling-System, das komplett über die SPS gesteuert wird. Zentrale Systemeigenschaften sind hohe Energieeffizienz, Anwendungsflexibilität hinsichtlich unterschiedlicher Bauteilgeometrien sowie konsequente Leichtbauweise.
Vakuumerzeugung am Endeffektor sorgt für hohe Energieeffizienz
Die Energieeffizienz des Handlingsystems begründet sich einerseits durch den Wunsch nach möglichst niedrigen Betriebskosten. Andererseits ist dessen Skalierbarkeit vom kleinen, handgeführten Greifer bis hin zum großen Flächengreifer an Portalpositionierern ein Ziel der Entwicklung bei Brötje gewesen. Daher hat das Handlingsystem eine direkte und damit verlustarme Vakuumerzeugung am Endeffektor.
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