Qualitätsprüfung

Automatisierte Prüfung reduziert Ausschuss um 35 %

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Somit könnte eine unzureichende Werkzeuggüte durch die Überschreitung eines bestimmten Schwellenwerts der Oberflächenrauheit bestimmt und ein Wechsel des Drehwerkzeugs veranlasst werden. Das Messsystem besteht aus zwei senkrecht zueinander stehenden Positionierachsen und einem chromatisch konfokalen Abstandssensor IFD2451 von Micro-Epsilon, der auf dem waagrechten Positioniertisch sitzt.

Der Aufbau des Systems ist in Bild 3 skizziert. Die senkrecht angebrachte Achse nimmt die ankommende Transportbox mit dem Auftrag von dem Förderband auf und positioniert die Linse unter dem Sensor. Dabei wird der an der Transportbox befindliche Barcode abgescannt und die benötigten Informationen zu den in der Box enthaltenen Kunststofflinsen aus der Datenbank aufgerufen. Ist das zu messende Objekt in Position, verfährt der Sensor über die Oberfläche der transparenten Kunststofflinse und nimmt entlang der Messstrecke die Abstände zwischen Sensor und Oberfläche auf.

Messstrecke ist nahe der Mitte

Die Messstrecke befindet sich nahe der Mitte der Linse, da sich dort eine Konzentration von Bearbeitungsspuren finden lässt, was sich in Form erhöhter Oberflächenrauheit widerspiegelt. Ursache dafür sind der erhöhte Werkzeugverschleiß und die zum Bearbeitungszentrum hin geringer werdende Relativgeschwindigkeit beim Drehprozess.

Aus den aufgenommenen Abstandswerten werden die benötigten Rauheitswerte errechnet und auf Plausibilität untersucht, indem die Rauheitskenngrößen zueinander in Relation gesetzt werden. In diesem Fall sind der arithmetische und der quadratische Rauheitskennwert von besonderem Interesse, um von der Rauheit der Linsenoberfläche auf die Werkzeuggüte schließen zu können.

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