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Auftragsfertiger Bauteile aus Polyamid 11 im MJF-Verfahren gedruckt

| Redakteur: Simone Käfer

Der italienische Auftragsfertiger Weerge bietet das additive Fertigen von Bauteilen auf HP-Maschinen an. Neben PA 12 nutzt das Unternehmen nun auch PA 11.

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PA 11 soll weicher und elastischer als PA 12 sein und ermögliche eine höhere Bruchdehnung.
PA 11 soll weicher und elastischer als PA 12 sein und ermögliche eine höhere Bruchdehnung.
(Bild: Weerg)

Festigkeit, Elastizität und Umweltverträglichkeit sind die vorstechenden Eigenschaften von Polyamid 11 (PA11). Bisher wurde das Material nur für kleine Losgrößen im SLS-Verfahren (selectives Laser Sintern) verwendet . Doch der italienische Auftragsfertiger Weerg nutzt es nun auch für die Multi Jet Fusion (MJF) 5210 von HP. PA 11 ist das einzige Technopolymer, das aus einem nachwachsenden Rohstoff pflanzlichen Ursprungs wie Rizinusöl gewonnen wird. Es reduziert den CO2-Fußabdruck um über 60%. Darüber hinaus liegt seine Wiederverwendbarkeitsrate von Restpulver bei 70%.

Weerg arbeitet mit sechs Maschinen des Typs Multi Jet Fusion 5210, die ein Volumen bis 5000 Stück erreichen können. Auf den 3D-Druckern wird neben PA 11 auch PA 12 verarbeitet. Laut dem Auftratgsfertiger sind die Bauteile aus den HP-Druckern mit PA 11 ästhetisch detailreicher als bei früheren Verfahren. Darüber hinaus biete PA 11 im Gegensatz zu PA 12 eine bessere Duktilität: es ist weicher und elastischer, ermöglicht eine höhere Bruchdehnung und eine bessere Stoßfestigkeit. Das Material ist zudem sehr licht- und UV-stabil und beständig gegen Wasser und Witterungseinflüsse. Es wird für mechanisch beanspruchte Funktionsprototypen und serienmäßige Bauteile mit beweglichen Teilen wie Scharnieren verwendet, die so konstruiert sind, dass sie im Laufe der Zeit einer längeren Belastung ausgesetzt werden können.

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