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Energieeffiziente Motoren in der Lüftungstechnik
Großes Energiesparpotenzial gibt es bei den Motoren der Ventilatoren: Hier bietet der Markt heute energieeffiziente Alternativen zum weit verbreiteten AC-Motor. Eine davon ist der EC-Motor, der auch als bürstenloser Gleichstrommotor bezeichnet wird. Dieser wird vielfach immer noch als Randtechnologie betrachtet. „Zu Unrecht“, findet Uwe Sigloch, Branchenmanager für Luft- und Klimatechnik bei EBM-Papst. „Die EC-Motoren haben bereits heute Wirkungsgrade von weit über 90 %“, argumentiert er. Im Vergleich dazu verfügen herkömmliche AC-Motoren über Wirkungsgrade zwischen 20 und 70 %. Die durchschnittliche Energieersparnis bei Umrüstung beziffert EBM-Papst auf 30 %. Da sich die Motoren 1:1 ersetzen lassen, ist das Umrüsten verhältnismäßig einfach. Die Anschaffungskosten für EC-Motoren sind laut Moritz Krämer, Produktmanager bei Ziehl-Abegg, etwa doppelt so hoch, was zunächst abschrecken kann. Weil ein alter Motor während seines Betriebslebens ein Kostenverhältnis von 95 % Stromkosten zu 5 % Anschaffungskosten aufweist, relativiert sich dieser Mehrbetrag allerdings schnell und die Amortisationszeit ist entsprechend niedrig. „Allgemein liegt die Amortisationszeit im Bereich von ein bis zwei Jahren“, stellt Krämer fest. „Üblich sind Zeiten zwischen einem und drei Jahren“, bestätigt Sigloch. Zudem prophezeit er einen preislichen Angleich der beiden Motorenarten: „Geben wir den EC-Motoren noch etwas Zeit und die entsprechenden Stückzahlen, dann werden sie preislich sehr nah an die AC-Motoren heranrücken.“ Insgesamt ist Krämer überzeugt: „Gelingt es, dem Endkunden die Vorteile der EC-Technologie bewusst zu machen, zum Beispiel mit einer konkreten Einsparkalkulation, dann wird die Entscheidung meistens für die EC-Lösung fallen.“ Durchschnittlich 25 % Einsparpotenzial besteht laut der Dena im Bereich der Lüftungstechnik.
Moderne Beleuchtungstechnik verspricht enorme Einsparungen
„Bei Beleuchtungsanlagen gibt es mit das größte Einsparpotenzial“, sagt Dr. Dirk Engelmann, Geschäftsführer von Inekon Energy Efficiency Consulting. "Der Austausch herkömmlicher Leuchtmittel gegen LED-Technik ist einfach und kostengünstig", bestätigt Paluszkiewicz. Möglich macht dies vor allem der Austausch überalterter Systeme gegen energieeffiziente LED-Leuchten. „Moderne LED-Beleuchtungen sparen oftmals mehr als 50 % der Energie gegenüber herkömmlichen Leuchten ein“, sagt Daniel Hug, Leiter Geschäftsfeldentwicklung bei Waldmann. Ersichtlich wird das Sparpotenzial anhand eines Rechenbeispiels der Deutschen Lichtmiete: „Ein gängiger Strahler verbraucht beispielsweise 480 W. Bei 500 Hallendecken-Tiefstrahlern in einer Halle kommt so ein riesiges Einsparpotenzial zusammen. Eine solche Beleuchtung kostet im Dreischichtbetrieb an nur einem Tag rund 1100 Euro an Strom.“ Eine entsprechende LED-Beleuchtung benötige hingegen nur 216 W, die übers Jahr hinweg möglichen Einsparungen sind also auch in geringeren Größenordnungen hoch. Die Amortisationszeiten für neue LED-Anlagen werden sehr unterschiedlich beziffert. Zu viele Faktoren, wie Schichtmodelle, Stromkosten oder Qualität der alten Beleuchtung, spielen hier eine Rolle. „Gut geplante Beleuchtungsanlagen in Betrieben mit Mehrschichtmodellen erreichen gemittelte Amortisationszeiten von zwei bis vier Jahren“, meint Hug. Die Amortisationszeit sei in diesem Fall aber ohnehin nicht entscheidend: „Viel wichtiger als die Frage nach der Amortisationszeit ist die Frage, wie lange Unternehmen über die Vollamortisation hinaus mit der neuen Beleuchtungsanlage Geld verdienen, bis es zu den ersten Wartungsintervallen kommt.“ Bei LED-Leuchten geht man von einer Lebensdauer von bis zu 60.000 Stunden aus. Zum Vergleich: Gute Metalldampf-Leuchtmittel halten maximal 20.000 Stunden. Insgesamt ist er sich sicher: „Spätestens 2016 wird es nur noch wenige Neubauten geben, die nicht ausschließlich in LED ausgeschrieben werden.“ Neben den Leuchten nimmt auch die Steuerungstechnik wie Präsenz- und Tageslichtsensorik eine immer größere Rolle in der Beleuchtungstechnik ein. Die Mehrkosten für Steuerungskomponenten amortisieren sich dabei oftmals in einem sehr kurzen Zeitraum.
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