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Hannover Messe 2019

Bigrep steuert mit Bosch

| Redakteur: Simone Käfer

Um seine 3D-Drucker industrietauglicher zu gestalten, setzt Bigrep nun CNCs von Bosch Rexroth ein. Die Zusammenarbeit stellten die Unternehmen auf der Hannover Messe 2019 vor.

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Michael Back, Managin Director bei Bigrep, hat auf dem Stand von Bosch Rexroth die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in Sachen Additiver Fertigung vorgestellt.
Michael Back, Managin Director bei Bigrep, hat auf dem Stand von Bosch Rexroth die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in Sachen Additiver Fertigung vorgestellt.
(Bild: © Stefanie Michel)

„Unsere Industriekunden in allen Märkten erwarten zuverlässige, steuerbare und effiziente 3D-Drucker für die Produktion hochwertiger Werkteile aus industrietauglichen Materialien”, erklärt Dr. Stephan Beyer, CEO von Bigrep. Deshalb setzt der Hersteller von großformatigen FFF-Druckern auf den Einsatz von Industriesteuerungen mit vordefinierten Funktionalitäten. „Offene CNC-Lösungen von Rexroth, die wir in unserem neuen Bigrep Pro 3D-Drucker integriert haben, eröffnen für die Additive Fertigung eine völlig neue Dimension”, so Beyer. Die CNC steuert bereits hochautomatisierte Werkzeugmaschinen. Zudem bringen die Industrie-Steuerungen Funktionen vom Handling bis zur Robotik und Qualitätskontrolle mit.

Durchgängige Automatisierung unverzichtbar

Verglichen mit anderen Fertigungsverfahren ist der manuelle Anteil im 3D-Druck derzeit immer noch sehr hoch und ähnelt eher einem Manufakturbetrieb. „Mittelfristig kann sich die Additive Fertigung einer Anpassung an Standards der etablierten Produktionsverfahren nicht entziehen”, hebt Thomas Fechner, Leiter Produktbereich New Business bei Bosch Rexroth hervor. Die Automatisierung führe dazu, dass die Prozesse reproduzierbar und nachvollziehbar werden. Um die Technik breit zu etablieren müsse sie zudem leicht zugänglich sein. „Das bedeutet sie sollte immer verfügbar sein und nicht nur von Fachexperten verstanden werden”, so Fechner.

Ziel ist ein vollständig digitaler Workflow

Wichtig sei dafür ein ganzheitliches Verständnis für den gesamten Ablauf von der Datenerstellung bis zur Qualitätssicherung zu entwickeln. „Ziel ist ein vollständig digitaler Workflow. Die Daten müssen durchgängig von der Kundenbestellung über die CAD-Software und Simulationsumgebungen bis hin zu den konkreten Maschinenbewegungen und der Qualitätssicherung fließen können”, betont Fechner. Außerdem müssten sich Maschinenhersteller und Endanwender auf einheitliche offene Standards wie OPC UA und Open API einigen. „Dann haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um den 3D-Druck als Schlüsselelement für Industrie-4.0-Anwendungen zu verankern und die Potenziale der Technik auszuschöpfen”, ergänzt Beyer. So könnten beispielsweise Einzelkomponenten oder Ersatzteile künftig nach Bedarf direkt vor Ort gedruckt werden und müssten nicht im Lager vorgehalten werden: „Der 3D-Druck ist dabei, Lieferketten neu zu definieren. Fertigungsunternehmen werden von niedrigeren Investitionen, einem schnelleren Markteinstieg und kürzeren Produkteinführungszeiten profitieren”, verspricht Beyer.

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