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Entscheidend ist, dass mit Ncsimul Machine direkt auf dem NC-Code simuliert werden kann: Als Präzisionsfertiger arbeiten die Lemgoer mit anspruchsvollen Nischentechnologien wie Mehrkanal-Langdrehautomaten und Werkzeugschleifmaschinen, die durch die verwendete Creo-Software noch nicht vollständig unterstützt werden. „Deshalb haben wir wichtige Informationen wie etwa die automatische Zuordnung von Achsen zu Kanälen, Kopplung und Synchronisation der Achsen in die Postprozessoren programmiert“, erläutert CAM-Administrator Viktor Olfert. Diese Informationen sind bei der Simulation zwingend zu berücksichtigen – und mit Ncsimul Machine ist das gegeben.
Maschineneinrichtung auf Knopfdruck und mit Vorschau im Ncsimul-Player
Mit der Simulationslösung arbeiten Maschineneinrichter deutlich entspannter. Vor der Einführung des CAD/CAM-Verbundes mussten zum Teil erst die entsprechenden Programme geschrieben werden, das erzeugte Programm auf Syntaxfehler geprüft, berichtigt und erneut getestet werden. Anleitungen waren auszudrucken. Einrichter und Programmierer waren damit gut zwei bis drei Tage beschäftigt. Der Probedurchlauf verlief unter äußerster Vorsicht und Anspannung, um im Falle eines Fehlers oder einer drohenden Kollision sofort reagieren zu können.
Heute wird durch die Simulation auf den virtuellen Maschinen nicht nur eine Kollision schon im Vorfeld ausgeschlossen, auch das Bearbeitungsprogramm wird hinsichtlich Werkzeugwegen und folglich geringeren Laufzeiten optimiert. Die Konstruktion kann per Soll/Ist-Vergleich mit dem virtuell gefertigten Produkt hinsichtlich Geometrieabweichungen überprüft werden. Mit Hilfe des Ncsimul-Players kann sich der Einrichter den gesamten Ablauf als interaktiven 3D-Film ansehen und anschließend die Einrichtung starten. Da alle Daten zudem im PLM-System gespeichert sind, werden die Daten versionssicher abgebildet, womit auch gewährleistet ist, dass nur die jeweils freigegebene Version verwendet wird.
Gelebte Prozesse vom Azubi bis zum langjährigen Mitarbeiter
Die Ergebnisse, vor allem die durch die Simulation und Optimierung erreichte höhere Qualität der Fertigungsprozesse, überzeugten auch langjährige Brasseler-Mitarbeiter. Das Unternehmen setzt auf deren Know-how und Weiterbildung – mit eigenen Trainern, Ncsimul-Lizenzen und fortlaufenden Inhouse-Kursen.
Angehende Zerspanungs- und Industriemechaniker werden bereits ab dem zweiten Ausbildungsjahr in den Systemen und Simulationen geschult und haben später die Möglichkeit, sich zum CAD/CAM-Programmierer weiterzubilden. Und sie werden gebraucht: Auch beim Dentalspezialisten rechnet man mit Umbrüchen und einer dynamischen Entwicklung der Produktionsmodelle. Gemeinsam mit Forschungsinstituten beschäftigt sich die F&E bei Brasseler intensiv mit der Zukunft der Medizintechnik. Es geht darum, wie die Forschung zu IoT und Industrie 4.0 für eigene Wertschöpfung genutzt werden kann, aber auch wie zum Beispiel sensorische Daten künftig in die CNC-Fertigung einfließen können.
Aktuell bleibt aber auch die Entwicklung weiterer Ncsimul-Maschinen ein Thema – sei es für die im eigenen Maschinenbau entwickelten sechsachsigen Werkzeugschleifmaschinen oder auch für neue Langdrehmaschinen. MM
* Nicola Hauptmann ist Fachjournalistin bei Wordfinder PR. Weitere Informationen: Spring Technologies GmbH in 35578 Wetzlar
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