China Communication Circle

China Communication Circle in Würzburg

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Offenheit und Neugier

Praktische Einblicke über die Chancen und Hürden der deutsch-chinesische Wirtschaftskooperation gab Dr. Anja Ketels von Marianne Friese Consulting. Die China-Expertin rät dringend zu einem Perspektivwechsel im Austausch mit dortigen Geschäftspartnern, diese sind als gleichwertige Partner zu sehen sowie gut und kultursensibel im lokalen Markt zu kommunizieren. Genauso betont sie: „Die Lokalisierung von Produkten und Kommunikation ist ein Muss für den Erfolg auf dem chinesischen Markt“. Übrigens eine immer wieder kehrende Botschaft vieler Referenten auf diesem Event, denn allzu häufig scheitern deutsche Marketing- und Kommunikationsverantwortliche an dem fehlenden Wissen über die chinesische Kommunikations-Landscape, die sich komplett von anderen Ländern unterscheidet.

Hierauf zahlte die Präsentation von Nils Horstmann (Eviom) und Gerd Kielburger (Vogel Communications Group) ein, die auf die Erfolgsfaktoren in der chinesischen B2B Marketing-Kommunikation eingingen. Auch hier verwiesen die Referenten auf eine Umfrage unter deutschen Marcom-Mitarbeitern, die ihre wesentlichen Aktivitäten in China auflisten und bewerten sollten. Die Ergebnisse spiegelten eine relative Unwissenheit über die Erfolgsparameter in der chinesischen Marktkommunikation. Ein weiteres Umfrageergebnis: rund 30 Prozent der Umfrageteilnehmer verfügten über keine eigenen lokalen Marketing-Mitarbeiter und nur 36 Prozent der Websites werden in China selbst gehostet sind. Das bedeutet, ein Großteil der zwar ins Chinesische übersetzten Websites, werden in Deutschland oder Europa gehostet werden. In der Konsequenz haben es diese schwerer die chinesische Firewall zu durchdringen oder von Baidu, dem Google-Pendant, bei der Suche gerankt zu werden. Ergebnisse, die etwas verwundern und die Notwendigkeit für einen deutlich besseren Know-how-Aufbau signalisieren. Auf diesen Bedarf zahlte vor allem der Vortrag von Nils Horstmann ein, der die erfolgskritischen Faktoren und das strategische Vorgehen für Chinas B2B-Marktkommunikation beleuchtete und aufzeigte, wie Mittelständler diese für die eigene digitale ‚Growth Roadmap‘ optimal einsetzen sollten.

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(Vertiefende Informationen dazu gibt es auch im Whitepaper https://www.eviom.com/china-digital-marketing-whitepaper/ )

HongHong Xu von dem Consultingunternehmen Peking-Bridge gab nicht zuletzt Einblicke in die chinesische Businesskultur und praktische Tipps für die Zusammenarbeit mit chinesischen Teams im Spannungsfeld von Hierarchie-Denken, Gesichtswahrung und Kollektivismus. Wichtig, so die ehemalige BASF-Managerin, sei die Offenheit und Neugier dem anderen gegenüber beizubehalten. Kein Wunder, wenn man die inzwischen große Dominanz und Bedeutung von Chinas Chemieindustrie in der Welt betrachtet.

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