China Communication Circle

China Communication Circle in Würzburg

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Need for Speed

Eins wurde auf der CCC ebenso überdeutlich: Wer in dem hochdynamischen chinesischen Markt erfolgreich sein will, muss schnell agieren können. Björn Ognibeni, China-Experte und selbsternannter Practical Visionary, berichtete über digitale Trends und Player in China, darunter Alibaba, Temu und Co. und gab spannende Einblicke in digitale Trends und Innovationen auch von E-Commerce-Plattformen, die deutlich datengetriebener agieren als ihre westlichen Pendants. Was können wir von China lernen? Seine Conclusio: Lernen und Verbessern ist der zentrale Antrieb in China, auch andere Ideen kennenlernen und verstehen zu wollen.

Apropos Alibaba, Nik van der Beek, Marketing Lead Dach des Unternehmens, plauderte aus dem Nähkästchen, wie die bekannte E-Commerce-Plattform dort Geschäfte macht: „Geschwindigkeit ist ein Muss“, unterstrich er. Außerdem sprach er über Besonderheiten des China-Ökosystems wie beispielsweise die teilweise Verschmelzung zwischen Business geschäftlichen und privaten Kommunikationskanälen.

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Die Veranstaltung wurde abgerundet mit einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Benedikt Hofmann, Chefredakteur des international breit aufgestellten Fachmediums MM MaschinenMarkt, zum Thema „Wie bleiben deutsche Mittelständler in China auch zukünftig erfolgreich?“ Eine eindeutige Antwort und Handlungsempfehlung hierauf konnten die Podiumsteilnehmer leider nicht anbieten. Zu komplex sind die Rahmenbedingungen und individuell die jeweiligen Positionen im Markt: Aber ein besseres Verständnis des komplett unterschiedlichen Kulturraums und Marktes ist ein guter Start und eine lokalisierte Marketing-Kommunikation zumindest ein Anfang, um sich sichtbarer und erfolgreicher den potenziellen Kunden zu präsentieren.

Wer in China erfolgreich sein will, muss das chinesische Tempo aufnehmen und chinesisches Denken übernehmen. Kompetente Unterstützung hierfür gibt es reichlich bei Consultants, interkulturelle Agenturen und Fachmedien. Man muss sie eben auch nutzen wollen.

China Communication Circle

von Kai Hellmuth, Director Global Marketing, Product Management & PMO bei CW Bearing Teilnehmer des CCC

Zehn Take Aways vom CCC

  • Perspektive wechseln: Vergiss die gewohnten Denkmuster. Sei mal kreativ und denk wie ein Chinese!
  • Bereitschaft zur Anpassung: Bad News für Deepl-Marketers - erfolgreiches Marketing nutzt andere Kanäle und Inhalte als in Deutschland.
  • Menschen vor Business: Produktinhalte haben einen Impact, aber Beziehungen und kulturelle Matches sind der ultimative Schlüssel zum Geschäftsabschluss.
  • Schnelligkeit entscheidet: Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Think fast, act faster!
  • Innovationen entstehen beim Umsetzen: Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Oft reicht es, bestehende Ideen immer weiter zu optimieren.
  • Lernen und Verbessern ist DER Antrieb in China. Mit einer Anregung zur Verbesserung hast immer Du die volle Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe.
  • Jemanden ein "Gesicht geben": Gib nicht nur dein Bestes für dich selbst, sondern unterstütze auch deine Partner dabei, erfolgreich zu sein.
  • Messen als B2B-Plattform nutzen: Messen sind immer noch der Place-to-be für Business in China. Wer hier nicht dabei ist, verpasst was!
  • We-Chat ist die Antwort: Forget about E-Mails - in China läuft alles über We-Chat. Sowohl privat als auch geschäftlich!
  • Wille zum Lernen: Eins ist klar - wir sind nicht die Allwissenden. Wer was von China lernen kann, hat definitiv die Nase vorn!

Fazit des Events: Der erste China Communication Circle bot eine gelungene Plattform für den Austausch von Expertenwissen und Best Practices zur erfolgreichen Positionierung deutscher Unternehmen im Reich der Mitte. Die Kompetenz in der B2B-Kommunikation zwischen Deutschland und China stellt in einer Zeit des Wandels und der zunehmenden Bedeutung des hochdynamischen Marktes einen klaren Wettbewerbsvorteil dar.

* Carolina Heyder ist als freie Journalistin tätig.

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