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Windkraft

China lockt mit einem großen Windenergie-Potenzial

25.11.2009 | Autor / Redakteur: Hong Yan und Alexander Fischer / Peter Steinmüller

Bei der Energieversorgung will die chinesische Regierung die Abhängigkeit von Kohlekraftwerken verringern. Die technisch nutzbare Windenergie wird auf 700 bis 1200 GW geschätzt. Bild: MM-Archiv
Bei der Energieversorgung will die chinesische Regierung die Abhängigkeit von Kohlekraftwerken verringern. Die technisch nutzbare Windenergie wird auf 700 bis 1200 GW geschätzt. Bild: MM-Archiv

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Der staatlich geförderte Windenergie-Sektor Chinas bietet attraktive Möglichkeiten für ausländische Unternehmen. Allerdings sind trotzdem noch zahlreiche Hürden für ein Engagement zu überwinden. Dazu gehören der Zustand des Stromnetzes und der Mangel an wettbewerbsfähigen Tarifen.

Die Darstellung konzentriert sich auf die Investitionsbedingungen für Onshore-Windparks mit einer Kapazität von bis zu 50 MW. Der Modellfall basiert auf den nationalen Gesetzen und den Provinzgesetzen der Inneren Mongolei, der windreichsten chinesischen Provinz.

Peking fördert Windenergie kräftig

Die chinesische Regierung fördert nicht nur die Entwicklung des Windenergie-Sektors, sondern die erneuerbaren Energien als Ganzes. Dies ist ein wichtiger Teil der chinesischen Strategie, die von der Kohle dominierte Energiestruktur des Landes umzugestalten.

Seit der Verabschiedung des Gesetzes für erneuerbare Energien im Jahr 2005 hat China seine verfügbare Windenergieleistung fast jedes Jahr verdoppelt. Die kumulativ verfügbare Windenergieleistung betrug 13,2 GW im Jahr 2008 und wird voraussichtlich 100 GW im Jahr 2020 erreichen.

Reichlich vorhandene Windenergie-Ressourcen in verschiedenen Landesteilen

Die nutzbare Windenergie in China wird auf 700 bis 1200 GW geschätzt. Die Gegenden mit reichlich vorhandenen Windressourcen umfassen die südöstlichen Küstenregionen (etwa die Provinzen Shandong, Jiangsu und Guangdong), den nördlichen Teil von China (beispielsweise die Innere Mongolei, Hebei, Gansu, Ningxia und Xinjiang) und bestimmte Gegenden im Landesinneren.

Die Windenergie-Einspeisetarife wurden bisher in China auf einer Projekt-zu-Projekt-Basis oder durch feste Tarife bestimmt, welche die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (National Development and Reform Commission – NDRC), die der zentralen Regierung direkt untergeordnet ist, festlegt. Für große Investitionsvorhaben (in der Regel mit einer verfügbaren Leistung von mehr als 100 MW) wurde der Einspeisetarif durch ein sogenanntes Konzessionsbietverfahren, welches von der NDRC organisiert wird, festgelegt. Der Preis, der das Bietverfahren gewonnen hatte, wurde zum Einspeisetarif, nachdem er durch die NDRC nachgeprüft und eventuell leicht angepasst worden war.

China versucht festes lokales Tarifsystem für Strom aus Windenergie zu etablieren

Für Windenergie-Projekte, die nicht unter solche Konzessionsbietverfahren fallen, wurden die Einspeisetarife durch die zuständige Preisabteilung der NDRC oder durch ihre zuständigen regionalen Amtskollegen bestimmt. Bis Ende 2006 konnte der von der NDRC bestimmte Preis von 0,4 bis 1,2 Yuan (CNY) pro Kilowattstunde variieren (der Wechselkurs beträgt zur Zeit 1 Euro = 10,147 CNY). Seit dem Jahr 2007 versucht die chinesische Regierung an verschiedenen Orten auf der Grundlage der örtlichen natürlichen Ressourcen und Infrastruktur ein festes lokales Tarifsystem zu etablieren, weil sie erkannt hat, dass ein inkonsistentes Preissystem negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Windenergiebranche hat.

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